# Artefaktkarten — Gamma-Vorlage Material, um aus den 15 konsolidierten Artefakten (A1–A15, siehe `README_karten.md` Abschnitt 3) eine **Gamma-Präsentation im Kartenformat** zu erzeugen — je Artefakt eine Karte mit der gleichen Struktur: **Was umfasst es? · Warum brauchen wir es? · Konkretes Beispiel · Wo wird es gebraucht?** --- ## Teil 1 — Prompt für das Gamma-Eingabefeld > Erstelle eine Präsentation im **Karten-/Kartendeck-Stil**: **eine Karte pro > Artefakt**, insgesamt 15 Karten plus Titel- und Übersichtskarte. Zielgruppe: > Mitarbeitende der Stadt Freiburg / DIGIT, die den Service-Lifecycle kennenlernen. > Sprache: Deutsch, sachlich-verständlich, „for dummies"-tauglich. > Design: klares Freiburg-Layout (Rot/Weiß), je Karte oben ein Phasen-Tag > (Design = blau, Transition = orange, Operation = grün, Support = teal, > Review = lila). Jede Artefaktkarte hat **genau diese vier Abschnitte** mit > fettem Label und kurzem Text/Bullets: > **Was umfasst es? · Warum brauchen wir es? · Konkretes Beispiel · Wo wird es gebraucht?** > Halte den Text knapp (max. ~4 Bullets pro Abschnitt), eine Karte = ein Artefakt. > Verwende die unten gelieferten Inhalte 1:1 als Grundlage und erfinde keine > zusätzlichen Fakten. Füge je Karte ein passendes Icon hinzu. *Tipp: In Gamma „Aus Text einfügen / Paste in text" wählen und Teil 2 komplett hineinkopieren. Die `---`-Trenner erzeugen die einzelnen Karten.* --- ## Teil 2 — Karteninhalte (zum Einfügen in Gamma) # Die 15 Artefakte des Service-Lifecycle Jedes Artefakt ist ein greifbares Ergebnis im Lebenszyklus eines Services — von der ersten Idee (Design) bis zur Ablösung (Review). Diese Karten erklären, **was** es ist, **warum** es gebraucht wird, ein **Beispiel** und **wo** es im Lifecycle entsteht. --- ## A1 · Projektauftrag **Was umfasst es?** Der freigegebene Auftrag aus dem Demand-Lifecycle: Ziel, Rahmen, benannte Projektleitung sowie zugesagtes Budget und Ressourcen (nach DSR/MB-Freigabe). **Warum brauchen wir es?** Er ist das Startsignal und Mandat für die Design-Phase — ohne ihn gibt es weder einen legitimierten Start noch zugewiesene Ressourcen. **Konkretes Beispiel** Ein neues Landesgesetz verpflichtet zur Online-Bürgerbeteiligung. Der Demand-Lifecycle gibt das Projekt „Beteiligungs-Module fürs Bürgerportal" mit benannter Projektleitung frei. **Wo wird es gebraucht?** Eingang in die Design-Phase → Aktivität **ds_01**. --- ## A2 · Service-Definition **Was umfasst es?** Zweck, Nutzen und Zielgruppen des Services, Utility & Warranty, die SLA-/SLO-Anforderungen sowie Abhängigkeiten zu anderen Services. **Warum brauchen wir es?** Sie legt fachlich fest, **was** der Service leisten soll — der Bezugspunkt für Design, Betrieb und das spätere Review. **Konkretes Beispiel** „Beteiligungs-Modul: Bürger:innen kommentieren Bauvorhaben fristgebunden online; Zielverfügbarkeit 99,5 %." **Wo wird es gebraucht?** Erstellt in **ds_01**; im Review (rv_02/rv_04) fortgeschrieben. --- ## A3 · Service Design Document (SDD) **Was umfasst es?** Servicearchitektur (Komponenten, Schnittstellen), Design der Betriebs- und Supportprozesse, Security/Datenschutz/Compliance, Monitoring/Reporting und das Rollenmodell. **Warum brauchen wir es?** Es übersetzt das „Was" der Service-Definition in das **Wie** — der technische und organisatorische Bauplan und Voraussetzung für Gate 1. **Konkretes Beispiel** Architektur der Beteiligungs-Module inkl. Schnittstellen zu Portal und DMS, Barrierefreiheit und Lastdesign für das Ende von Beteiligungsfristen. **Wo wird es gebraucht?** Entsteht in **ds_02**; an **Gate 1 (tr_01)** auf Vollständigkeit geprüft. --- ## A4 · Implementation Blueprint **Was umfasst es?** Plan zur organisatorischen Einführung: Integration, Rollenübergaben, Anpassung von Prozessen/Tools, Trainings & Kommunikation, Bewertung der Time-to-Operate. **Warum brauchen wir es?** Er stellt sicher, dass der Service nicht nur gebaut, sondern auch wirklich in die Organisation **eingeführt und übernommen** werden kann. **Konkretes Beispiel** Schulungsplan für die Sachbearbeiter:innen im Planungsamt plus Übergabeplan an Betrieb und Support. **Wo wird es gebraucht?** Entsteht in **ds_03**; Input für **Gate 1**. --- ## A5 · Gate-/SOR-Vorlage **Was umfasst es?** Die Entscheidungsvorlage für ein Gate: Aufwand/Risiken/Budget, Empfehlung und die zu prüfenden Dimensionen. An Gate 2 als „Transition-Steckbrief". **Warum brauchen wir es?** Sie macht Gate-Entscheidungen nachvollziehbar und legitimiert — ohne Vorlage keine SOR-/SO-Freigabe. **Konkretes Beispiel** SOR-Vorlage an Gate 1: „Entwicklung statt Konfiguration, geschätzt X Personentage, Budget vorhanden, Betrieb grundsätzlich bereit." **Wo wird es gebraucht?** **tr_01** (Gate 1), **tr_09** (Gate 2, Steckbrief), **tr_11** (Gate-3-Antrag). --- ## A6 · Betriebsdokumentation **Was umfasst es?** Service Operation Manual, Betriebshandbuch, Arbeitsanweisungen, Eskalationswege, Standard Changes, Known Errors und Konfigurations-/Betriebsrichtlinien. **Warum brauchen wir es?** Sie macht den Service **betreib- und supportbar** — ohne sie kein stabiler Regelbetrieb und keine schnelle, einheitliche Störungsbehebung. **Konkretes Beispiel** Runbook „Beteiligungsverfahren anlegen und archivieren", Eskalationspfad bei Speicherfehlern, Standard-Change „neues Verfahren freischalten". **Wo wird es gebraucht?** Erstellt in **tr_06**; bereitgestellt und gepflegt in **op_02**. --- ## A7 · Test-Report **Was umfasst es?** Ergebnisse von Funktions-, Integrations- und Abnahmetests, der Nachweis der Betriebsreife sowie Testprotokolle und Freigaben. **Warum brauchen wir es?** Er belegt, dass der Service **funktioniert, bevor er live geht** — Grundlage für die Freigabe an Gate 2. **Konkretes Beispiel** Abnahmetest: Eine Online-Konsultation startet und endet fristgerecht, Eingaben werden korrekt und vollständig gespeichert. **Wo wird es gebraucht?** Entsteht in **tr_07**; Input für **Gate 2 (tr_09)**. --- ## A8 · Aktivierter Service **Was umfasst es?** Der freigegebene, produktive Service inklusive Aufnahme ins Portfolio und aktiviertem Katalog-Eintrag (ggf. mit Support-Dokumentation). **Warum brauchen wir es?** Es markiert den offiziellen **Go-Live** — ab hier ist der Service in Betrieb und im Portfolio sichtbar und steuerbar. **Konkretes Beispiel** Das Beteiligungs-Modul ist live, im Service-Katalog gelistet und für Bürger:innen nutzbar. **Wo wird es gebraucht?** Ergebnis von **Gate 3 (tr_12)**; Übergang in Operation und Support. --- ## A9 · Service-Qualitätsbericht **Was umfasst es?** SLA-/SLO-Auswertung, technische KPIs (Verfügbarkeit, Response Time), Abgleich gegen Qualitätsziele und Verbesserungspotenziale — inkl. Monitoring-/Betriebsdaten. **Warum brauchen wir es?** Er zeigt **objektiv**, ob der Service seine Versprechen hält, und ist die Zuarbeit fürs Review. **Konkretes Beispiel** Quartalsbericht: 99,7 % Verfügbarkeit, aber Lastspitzen zum Fristende und ein Formular mit auffällig hoher Abbruchquote. **Wo wird es gebraucht?** Erstellt in **op_06** (Daten aus op_05); Input für das Review (rv_01/rv_02). --- ## A10 · Incident Record **Was umfasst es?** Aufnahme, Bearbeitung, Lösung und Abschluss einer Störung oder eines Service Requests — inklusive Klassifizierung für Auswertungen. (Trägt auch den Request Record.) **Warum brauchen wir es?** Es dokumentiert Störungen/Anfragen nachvollziehbar, sichert SLA-Konformität und liefert Daten für Trendanalysen. **Konkretes Beispiel** „Kommentar-Speichern schlägt unter Last fehl" — aufgenommen, an den 2nd Level eskaliert, gelöst und sauber geschlossen. **Wo wird es gebraucht?** **sp_04–sp_08** (Service Requests: sp_04/sp_07). --- ## A11 · Problem Record **Was umfasst es?** Beschreibung, Symptome und Diagnosewege, bekannte Workarounds, die Ursache (Root Cause, wenn gefunden), Change-Bedarf sowie Status und Priorität. **Warum brauchen wir es?** Es bündelt die **strukturelle Ursachenarbeit** hinter wiederkehrenden oder ungelösten Incidents — das einzige im Blueprint formal definierte Artefakt. **Konkretes Beispiel** Problem Record „Timeout beim Speichern unter Last" mit dokumentiertem Workaround und einer Change-Empfehlung. **Wo wird es gebraucht?** Erzeugt in **sp_09/sp_10**, aktualisiert in **sp_11**; ausgewertet im Review (rv_01). --- ## A12 · Workaround **Was umfasst es?** Eine vorläufige Umgehungslösung, die den Betrieb stabil hält, bis die eigentliche Ursache behoben ist — mit Eintrag in die Wissensdatenbank. **Warum brauchen wir es?** Es hält den Service **nutzbar**, obwohl die Ursache noch offen ist, und reduziert den Druck auf den Support. **Konkretes Beispiel** „Kommentare in kleineren Blöcken speichern", bis der Timeout-Fix ausgerollt ist. **Wo wird es gebraucht?** Entsteht in **sp_11** aus der operativen Root-Cause-Analyse. --- ## A13 · Wissensdatenbank-Eintrag **Was umfasst es?** Standardlösungen, Known Errors, Workarounds, FAQ und Anleitungen — das zentrale Arbeitsmittel für 1st und 2nd Level Support. **Warum brauchen wir es?** Es **beschleunigt den Support**, sichert konsistente Antworten und entlastet die höheren Support-Level. **Konkretes Beispiel** FAQ „Wie kommentiere ich ein Bauvorhaben?" plus Known-Error-Eintrag zum Speicher-Timeout. **Wo wird es gebraucht?** Gepflegt in **sp_02**, genutzt in **sp_05/sp_06**, gespeist aus **sp_11**. --- ## A14 · Service-Review-Bericht **Was umfasst es?** Das „Service Performance & Improvement Review": Bewertung über 4 Dimensionen (Leistung, Stabilität, Nutzerzufriedenheit, Zukunftsfähigkeit) per Ampel und eine Handlungsempfehlung (CONTINUE / IMPROVEMENT / REDESIGN / RETIRE). **Warum brauchen wir es?** Es liefert die strukturierte Grundlage für die SOR-Entscheidung über die **Zukunft des Service**. **Konkretes Beispiel** Review nach zwei Quartalen: Dimension Stabilität „gelb" wegen des Lastproblems → Empfehlung IMPROVEMENT. **Wo wird es gebraucht?** Erstellt in **rv_02**; Grundlage für die SOR-Entscheidung in **rv_03**. --- ## A15 · DPM-Rücklauf **Was umfasst es?** Die Übergabe an den Demand-Lifecycle — **Variante A: Neuer Demand** (Redesign/ Erweiterung) oder **Variante B: Retirement-Plan / Decommissioning-Auftrag** (Stilllegung). **Warum brauchen wir es?** Es **schließt den Lebenszyklus**: größere Änderungen oder das Ende eines Service laufen kontrolliert über den Demand-Lifecycle, nicht „nebenbei". **Konkretes Beispiel** Variante A: eine komplett neue Beteiligungsplattform → neuer Demand. Variante B: das Modul wird durch eine Landeslösung ersetzt → Retirement-Plan. **Wo wird es gebraucht?** **rv_05** (Neuer Demand) bzw. **rv_06** (Retirement) → Demand-Lifecycle (DPM). --- ## Übersicht — Artefakte nach Phase - **Design:** A2 Service-Definition · A3 Service Design Document · A4 Implementation Blueprint *(Eingang: A1 Projektauftrag)* - **Transition:** A5 Gate-/SOR-Vorlage · A6 Betriebsdokumentation · A7 Test-Report · A8 Aktivierter Service - **Operation:** A9 Service-Qualitätsbericht *(+ A6 wird hier gepflegt)* - **Support:** A10 Incident Record · A11 Problem Record · A12 Workaround · A13 Wissensdatenbank-Eintrag - **Review:** A14 Service-Review-Bericht · A15 DPM-Rücklauf