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419
#05_prozessmanagement/docs/pm_leistungs-canvas.md
Normal file
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@ -0,0 +1,419 @@
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# **Prozess-Management: Leistungs-Canvas**
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## **1. Warum ein Leistungs-Canvas?**
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Organisationen verstehen sich oft durch ihre formalen Strukturen --
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Organigramme, Stellenbeschreibungen, Verantwortungsmatrizen. Diese
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Instrumente sind wichtig, greifen aber zu kurz, wenn es darum geht, den
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tatsächlichen Wertbeitrag einer Funktion sichtbar zu machen. Das
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Leistungs-Canvas wählt deshalb einen anderen Zugang: **Es betrachtet die
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Prozess-Management-Funktion konsequent aus der Perspektive ihrer
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Nutzer:innen**.
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Diese Perspektivverschiebung macht sichtbar, was in traditionellen
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Funktionsbeschreibungen oft untergeht: Wie entsteht konkret Nutzen?
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Welche Beziehungen ermöglichen wirksame Zusammenarbeit? Über welche Wege
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werden Leistungen tatsächlich zugänglich?
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Das Canvas-Format hat sich bei vielen Organisationen als Instrument zur
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Geschäftsmodellentwicklung etabliert. Seine Stärke liegt in der
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visuellen Verdichtung komplexer Zusammenhänge. Für den
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Verwaltungskontext wurde es hier adaptiert: Statt um Erlösströme und
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Kostenstrukturen geht es um Leistungsbeziehungen und
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Ressourcenallokation. Statt Kunden werden Nutzer:innen in den
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Mittelpunkt gestellt.
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Die Entwicklung dieses Canvas erfolgte in einem kollaborativen
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Workshop-Format. Vertreter:innen der Prozess-Management Funktion
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erarbeiteten gemeinsam, welche Leistungen die PM-Funktion erbringen soll
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und wie diese optimal zugänglich gemacht werden können.
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Drei Leitfragen strukturierten diesen Prozess:
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- Was erwarten die verschiedenen Nutzergruppen von einer PM-Funktion?
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- Wie kann die Funktion diese Erwartungen bestmöglich erfüllen?
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- Welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden?
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Die Antworten auf diese Fragen verdichten sich im Canvas zu einem
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kohärenten Gesamtbild.
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Das Canvas erfüllt damit mehrere Funktionen gleichzeitig: Es schafft
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Klarheit über das Leistungsportfolio, macht Zusammenhänge zwischen
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verschiedenen Elementen sichtbar und dient als Kommunikationsinstrument
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zwischen PM-Funktion und ihren Nutzer:innen. Nicht zuletzt ist es ein
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Steuerungsinstrument, das zeigt, wo Ressourcen investiert werden müssen,
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um maximalen Nutzen zu generieren.
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##
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## **2. Die Logik des Canvas verstehen**
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Das Leistungs-Canvas strukturiert die PM-Funktion in sieben miteinander
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verbundene Bausteine. Diese Bausteine folgen einer inneren Logik: Sie
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beginnen bei den Nutzer:innen und ihren Bedarfen, definieren das
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Leistungsversprechen und zeigen auf, wie dieses Versprechen eingelöst
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wird.
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Die rechte Seite des Canvas fokussiert auf die Außenperspektive -- wer
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sind die Nutzer:innen, welche Beziehungen werden zu ihnen aufgebaut,
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über welche Kanäle erfolgt die Interaktion. Die linke Seite richtet den
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Blick nach innen -- welche Aktivitäten sind erforderlich, welche
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Ressourcen werden benötigt, mit wem muss kooperiert werden. Im Zentrum
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steht das Wertversprechen als verbindendes Element.
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{width="6.267716535433071in"
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height="3.5416666666666665in"}
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Diese Struktur ist kein Selbstzweck. Sie zwingt dazu, konsequent vom
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Nutzen her zu denken und erst dann die erforderlichen Mittel zu
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definieren. Klassische Organisationsentwicklung geht oft den umgekehrten
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Weg -- definiert erst Strukturen und Prozesse, dann deren Zweck. Das
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Canvas kehrt diese Logik um.
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##
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## **3. Die sieben Bausteine im Detail**
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### **3.1 Cluster A: Für wen die PM-Funktion da ist**
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#### **3.1.1 Nutzendensegmente**
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Die verschiedenen internen Zielgruppen, für die die PM-Funktion
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Leistungen erbringt. Jedes Segment hat spezifische Bedarfe, Erwartungen
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und Arbeitsweisen. Die Differenzierung ermöglicht passgenaue Angebote --
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von strategischer Transparenz für Gremien bis zur methodischen
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Unterstützung für operative Teams. Entscheidend ist das Verständnis,
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dass unterschiedliche Nutzergruppen unterschiedliche Formen der
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Unterstützung benötigen:
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- **Management-Gremien (Vision Board, Mission Board)** benötigen
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Transparenz über die Prozesslandschaft und Governance-Berichte. Sie
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profitieren von einheitlichen Standards zur besseren Steuerung und
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strategischen Ausrichtung der Organisation.
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- **Abteilungsleitungen** nutzen die Prozessperspektive für bessere
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Ressourcenplanung, Steuerung ihrer Bereiche und fundierte
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Entscheidungen bei bereichsübergreifenden Themen.
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- **Process Owner der Teilprozesse** -- Stakeholder Management, Demand
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Portfolio Management, Projekt Portfolio Management und Service
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Portfolio Management -- tragen die End-to-End-Verantwortung für ihre
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jeweiligen Teilprozesse und benötigen methodische Unterstützung zur
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Prozessoptimierung und -steuerung.
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- **Fachbereiche und ihre Teams mit Key-Usern** sind die Hauptadressaten
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für methodische Unterstützung, Befähigung und Standards, um ihre
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fachspezifischen Prozesse eigenständig zu dokumentieren und zu
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verbessern.
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- **Projekt- und Programmorganisationen** greifen auf das
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Prozessmanagement zurück für einheitliche Prozessvorgaben, methodische
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Beratung und Sicherstellung der Framework-Compliance in ihren
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Projekten.
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#### **3.1.2 Nutzendenbeziehung**
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Die Art und Qualität der Zusammenarbeit zwischen PM-Funktion und ihren
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Nutzer:innen. Sie definiert das \"Wie\" der Interaktion --
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partnerschaftlich, befähigend, beratend oder formal steuernd. Die
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bewusste Gestaltung dieser Beziehungen prägt maßgeblich, ob und wie gut
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die PM-Leistungen angenommen und wirksam werden:
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- **Partnerschaftliche Zusammenarbeit & Co-Kreation**: Aufbau von
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Vertrauen und kollaborative Zusammenarbeit mit Fachbereichen, wobei
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Key-User als zentrale Partner:innen eng in die Entwicklung und
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Umsetzung von Prozesslösungen eingebunden werden.
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- **Persönliche Beratung & Dedizierte Unterstützung**: Bereitstellung
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direkter Beratung und Coaching, insbesondere bei komplexen
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Prozessherausforderungen oder strategischen Initiativen, mit
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besonderem Fokus auf die Befähigung der Key-User als
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||||
Multiplikator:innen.
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- **Befähigungsorientierte Begleitung**: Konsequente Fokussierung auf
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Befähigung statt Ausführung -- Ermächtigung der Nutzenden, ihre
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||||
Prozesse eigenständig zu managen, wobei Key-User als erste
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||||
Ansprechpartner:innen in ihren Bereichen etabliert werden.
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- **Community Building & Facilitation**: Aktive Förderung und Pflege des
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Key-User-Netzwerks als zentrales Element für gemeinsames Lernen,
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||||
Erfahrungsaustausch und kontinuierliche Verbesserung über
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Abteilungsgrenzen hinweg.
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||||
- **Proaktive Impulsgebung**: Agieren als Impulsgeber durch die
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||||
Vorstellung neuer Methoden, Best Practices und die Anregung des
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||||
Prozessdenkens in der Organisation, wobei Key-User als
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Multiplikator:innen diese Impulse in ihre Fachbereiche tragen.
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- **Governance-basierte Interaktion**: Formelles Reporting, strategische
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||||
Abstimmung und Eskalationsmanagement mit Vision/Mission Boards,
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||||
einschließlich regelmäßiger Berichte über die Entwicklung der
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||||
dezentralen Prozesskompetenzen.
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#### **3.1.3 Kanäle**
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Die Wege und Formate, über die PM-Leistungen zugänglich werden. Von
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persönlicher Beratung über digitale Plattformen bis zu
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Community-Formaten -- jeder Kanal erfüllt spezifische Funktionen und
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erreicht unterschiedliche Zielgruppen. Die Vielfalt der Kanäle sichert
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niedrigschwelligen Zugang und ermöglicht situationsgerechte
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Unterstützung.
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- **Direkte Interaktions- & Befähigungskanäle** umfassen Workshops und
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Schulungen zur Vermittlung von Wissen, Methoden und
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Werkzeugkompetenzen in verschiedenen Formaten. Beratungsgespräche und
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individuelles oder Team-Coaching bieten maßgeschneiderte
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Unterstützung. Die Moderation von Prozess-Workshops auf Anfrage
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unterstützt kollaborative Prozessarbeit, insbesondere bei komplexen
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oder bereichsübergreifenden Prozessen. Ein Ticketsystem dient als
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formaler Kanal für Anfragen mit automatischem Routing an das PM-Team.
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- **Self-Service & digitale Lernkanäle** bieten niedrigschwelligen
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Zugang: Eine zentrale Wissensplattform (Confluence) ermöglicht
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selbstständigen Zugang zum PM-Framework, Methodenhandbuch, Templates,
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Prozessregister und FAQs. Ein KI-gestützter PM-Assistent bietet
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interaktiven Dialog für Prozessfragen und kontextspezifische
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Antworten. Das Prozessvisualisierungs-Tool (Picture Prozess Plattform)
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ermöglicht die eigenständige Arbeit mit der Prozesslandschaft.
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E-Learning-Module bieten strukturierte Lernpfade für selbstgesteuertes
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Lernen.
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- **Community- & Kommunikationskanäle** fördern den Austausch:
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Key-User-Netzwerktreffen und Communities of Practice ermöglichen
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regelmäßigen Erfahrungsaustausch und kollektives Lernen.
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Informationsveranstaltungen und Newsletter kommunizieren
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Framework-Updates und relevante PM-Informationen. Das DigiLog
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Podcast-Format teilt Einsichten und Erfolgsgeschichten zur Förderung
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des Prozessdenkens.
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### **3.2 Cluster B: Was die PM-Funktion bietet**
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#### **3.2.1 Wertversprechen**
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Der konkrete Nutzen, den die PM-Funktion für ihre verschiedenen
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Zielgruppen schafft. Es übersetzt organisationale Bedarfe in greifbare
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Leistungszusagen. Das Wertversprechen verbindet, was Nutzer:innen
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brauchen, mit dem, was die PM-Funktion leisten kann -- und macht damit
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den Mehrwert der Funktion explizit. Es ist das zentrale Element, das
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alle anderen Bausteine ausrichtet:
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- **Für Strategische Gremien** bietet die PM-Funktion strategische
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Prozess-Governance und Transparenz durch eine konsistente, strategisch
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ausgerichtete Prozesslandschaft. Messbare Verbesserung und
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KPI-basierte Steuerung ermöglichen faktenbasierte Bewertung von
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Prozessleistung und Nachweis von Optimierungserfolgen.
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Entscheidungsunterstützung und Risikominimierung erfolgen durch
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Konzepte zur Weiterentwicklung des Operating Models und proaktive
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Meldung von Risiken. Die Schaffung skalierbarer Prozessstrukturen
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ermöglicht Organisationswachstum und erschließt systematisch
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Automatisierungspotenziale.
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- **Für Fachbereiche, Abteilungsleitungen, Key User und Projektteams**
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stellt die PM-Funktion ein einheitliches Prozessmanagement-Framework
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mit verbindlichen Standards, Methoden, Werkzeugen und Templates
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bereit. Methodische Beratung und Unterstützung erfolgt von der
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Erstaufnahme bis zur Automatisierung. Die systematische Befähigung zur
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||||
Selbsthilfe erfolgt durch Schulungen, Coaching,
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||||
Self-Service-Ressourcen und das Key-User-Netzwerk. Klarheit und
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||||
Orientierung entstehen durch eine gemeinsame Prozess-Sprache über alle
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Hierarchieebenen.
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- **Für die Gesamtorganisation** schafft die PM-Funktion die Grundlage
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für Effektivität und kontinuierliche Verbesserung durch methodische
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Rahmenbedingungen für anpassungsfähige Arbeitsabläufe. Automatisierung
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und Digitalisierung werden durch systematische Identifikation von
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Automatisierungspotenzialen vorangetrieben. Siloüberwindung und
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Integration erfolgen durch transparente End-to-End-Prozesse und
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einheitliche Standards.
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###
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### **3.3 Cluster C: Wie die PM-Funktion es ermöglicht**
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#### **3.3.1 Schlüsselaktivitäten**
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Die zentralen Tätigkeiten, durch die die PM-Funktion ihr Wertversprechen
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einlöst. Von Framework-Entwicklung über Beratung bis zur Befähigung --
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diese Aktivitäten transformieren Ressourcen in konkreten Nutzen. Sie
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zeigen, womit die PM-Funktion ihre Zeit verbringt und wo Kompetenzen
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aufgebaut werden müssen:
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- **Framework-Entwicklung & -Pflege** umfasst die kontinuierliche
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Definition und Weiterentwicklung des verbindlichen PM-Frameworks
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inklusive Methoden, Standards, Templates und Governance-Regeln. Dies
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beinhaltet die laufende Analyse interner Bedarfe und externer Best
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Practices sowie die Entwicklung standardisierter Templates.
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- **Management der Prozesslandschaft & Governance** bedeutet Aufbau,
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Pflege und Überwachung der Gesamtarchitektur übergreifender Prozesse.
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Die Sicherstellung der Framework-Compliance und das Aufdecken von
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Governance-Lücken gehören ebenso dazu wie die Bereitstellung des
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Prozessregisters.
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- **Tool-Bereitstellung & -Management** beinhaltet Auswahl,
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||||
Implementierung und kontinuierliche Wartung zentraler PM-Tools. Die
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technische Verfügbarkeit, Updates und Support werden sichergestellt,
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neue technologische Möglichkeiten wie KI-gestützte Prozessanalyse
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integriert.
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- **Beratung & Methodische Unterstützung** erfolgt durch Durchführung
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von Beratungen, Coachings und Moderation von Workshops zur
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Prozessanalyse und -optimierung. Der Schwerpunkt liegt auf der
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Befähigung der Fachbereiche zur eigenständigen Prozessarbeit.
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- **Befähigung & Kompetenzaufbau** umfasst Entwicklung und Umsetzung des
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Befähigungskonzepts, Qualifizierung und Betreuung des
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Key-User-Netzwerks sowie Durchführung von Schulungen.
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- **Kommunikation & Stakeholder-Engagement** bedeutet aktive
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||||
Kommunikation von Framework-Updates und Prozessänderungen, Reporting
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an Gremien sowie proaktive Information bei identifizierten
|
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Governance-Lücken.
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||||
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- **Prozessinnovation & -weiterentwicklung** beinhaltet die
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Identifikation von Optimierungspotenzialen, systematische
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||||
Identifikation von Automatisierungsmöglichkeiten und Zusammenarbeit
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mit dem KI-Hub für innovative Lösungsansätze.
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####
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#### **3.3.2 Schlüsselressourcen**
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Das notwendige Fundament für wirksame PM-Arbeit. Dazu gehören
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||||
menschliche Kompetenzen, intellektuelles Kapital wie Frameworks und
|
||||
Methoden, technische Infrastruktur sowie gewachsene Netzwerke. Diese
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Ressourcen ermöglichen erst die Durchführung der Schlüsselaktivitäten
|
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und müssen kontinuierlich gepflegt und weiterentwickelt werden.
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||||
- **Menschliche Ressourcen** umfassen fachliche und methodische
|
||||
Expertise in Prozessmanagement-Methoden, -Standards und -Governance.
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Beratungs- und Moderationskompetenz sowie ausreichende personelle
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Kapazität sind essentiell.
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- **Intellektuelle Ressourcen** bestehen aus dem dokumentierten
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PM-Framework mit Standards und Methoden, der Prozesslandkarte mit
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Prozessregister, strukturierten Schulungskonzepten und einer
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umfassenden Template-Bibliothek.
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- **Physische/Technische Ressourcen** beinhalten zentrale PM-Werkzeuge
|
||||
für Prozessmodellierung und -dokumentation, KI-gestützte
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Assistenzsysteme zur Prozessanalyse sowie digitale
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||||
Kollaborationsplattformen.
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||||
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- **Beziehungsnetzwerk & Zugänge** umfassen etablierte
|
||||
Governance-Zugänge zu relevanten Entscheidungsgremien, das
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||||
Key-User-Netzwerk als Community dezentraler Prozessansprechpartner
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sowie ein organisationsweites Beziehungsnetzwerk von Mitarbeitenden
|
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bis zur Führung.
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#### **3.3.3 Schlüsselpartner**
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Die internen Kooperationspartner, mit denen die PM-Funktion
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zusammenarbeitet, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Von
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||||
IT-Architektur über Datenschutz bis zu Process Ownern -- diese
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Partnerschaften erweitern die eigenen Möglichkeiten und sichern die
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Integration in die Gesamtorganisation. Erfolgreiche PM-Arbeit ist immer
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Teamarbeit über Funktionsgrenzen hinweg.
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||||
- **IT-Architektur** definiert technische Rahmenbedingungen und
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||||
Standards, die Framework und Werkzeugauswahl beeinflussen.
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||||
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||||
- Der **Informationssicherheitsbeauftragte** stellt IT-Sicherheit und
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technische Compliance von Prozessen sicher.
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||||
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||||
- Die **Datenschutzbeauftragte** gewährleistet datenschutzkonforme
|
||||
Prozessgestaltung.
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||||
|
||||
- **Business Continuity Management** kategorisiert kritische Prozesse
|
||||
und integriert Notfallpläne.
|
||||
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||||
- **Data Excellence Governance** stimmt datengetriebene Prozesse ab.
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||||
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||||
- Der **KI-Hub** fungiert als strategischer Partner für KI-basierte
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Prozessinnovationen.
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||||
|
||||
- Das **Vision Board** agiert als strategischer Auftraggeber für die
|
||||
PM-Ausrichtung.
|
||||
|
||||
- **Process Owner** der Teilprozesse -- Stakeholder-Manager, Demand
|
||||
Portfolio Manager, Projekt Portfolio Manager und Service Portfolio
|
||||
Manager -- verantworten ihre jeweiligen Teilprozesse.
|
||||
|
||||
- Das **Qualitätsmanagement** (Status noch zu klären) könnte als Partner
|
||||
zur Abstimmung von QM-Anforderungen und PM-Standards fungieren.
|
||||
|
||||
- **Zentrale GPM (Geschäftsprozess Management):** Ämterübergreifender
|
||||
Prozess-Framework-Verantwortlicher für einheitliche GPM-Standards und
|
||||
-Methoden. Verfügt über die vollständige Prozesslandkarte aller Ämter
|
||||
und koordiniert die strategische Weiterentwicklung des
|
||||
Geschäftsprozessmanagements.
|
||||
|
||||
## **4. Das Gesamtbild: Zusammenhänge erkennen**
|
||||
|
||||
Das Leistungs-Canvas macht sichtbar, wie die verschiedenen Elemente der
|
||||
PM-Funktion ineinandergreifen. Die Nutzer:innen mit ihren spezifischen
|
||||
Bedarfen stehen am Ausgangspunkt. Das Wertversprechen übersetzt diese
|
||||
Bedarfe in konkrete Leistungszusagen. Die Kanäle definieren, wie diese
|
||||
Leistungen zugänglich werden. Die Beziehungsgestaltung prägt die Art der
|
||||
Zusammenarbeit.
|
||||
|
||||
Auf der Umsetzungsseite zeigen die Schlüsselaktivitäten, wie das
|
||||
Wertversprechen eingelöst wird. Die Schlüsselressourcen bilden das
|
||||
notwendige Fundament. Die Schlüsselpartner erweitern die eigenen
|
||||
Möglichkeiten durch Kooperation.
|
||||
|
||||
Diese systemische Betrachtung offenbart Wechselwirkungen: Das
|
||||
Key-User-Netzwerk beispielsweise ist gleichzeitig Kanal (für dezentrale
|
||||
Unterstützung), Beziehungselement (Community Building) und Ressource
|
||||
(Multiplikator:innen). Die Framework-Entwicklung ist Schlüsselaktivität,
|
||||
deren Ergebnis als intellektuelle Ressource wiederum neue Aktivitäten
|
||||
ermöglicht.
|
||||
|
||||
## **5. Praktische Lesehilfen**
|
||||
|
||||
Die verschiedenen Nutzergruppen finden sich im Canvas an
|
||||
unterschiedlichen Stellen wieder:
|
||||
|
||||
- **Gremien** sollten besonders auf das strategische Wertversprechen,
|
||||
die Governance-basierten Beziehungen und die formellen Berichtskanäle
|
||||
achten. Für sie sind die übergreifenden Schlüsselaktivitäten wie
|
||||
Framework-Entwicklung und Prozesslandschafts-Management besonders
|
||||
relevant.
|
||||
|
||||
- **Fachbereiche und Teams** finden ihren Nutzen primär im operativen
|
||||
Wertversprechen, den befähigungsorientierten Beziehungen und den
|
||||
vielfältigen Zugangskanälen von persönlicher Beratung bis
|
||||
Self-Service. Die Aktivitäten Beratung, Befähigung und
|
||||
Tool-Bereitstellung adressieren ihre Bedarfe direkt.
|
||||
|
||||
- **Key-User** sind im Canvas mehrfach verortet: als Teil der
|
||||
Nutzendensegmente, als Element der Community-Beziehungen, als
|
||||
wichtiger Kanal und als Schlüsselressource. Diese Mehrfachrolle
|
||||
unterstreicht ihre zentrale Bedeutung im Gesamtkonzept.
|
||||
|
||||
## **6. Verbindung zu anderen Konzeptbausteinen**
|
||||
|
||||
Das Leistungs-Canvas steht nicht isoliert, sondern ist Teil eines
|
||||
integrierten Konzepts zur PM-Funktion:
|
||||
|
||||
- Die **Funktionsbeschreibung** definiert die formalen
|
||||
Verantwortlichkeiten, die den hier dargestellten Leistungen zugrunde
|
||||
liegen.
|
||||
|
||||
- Das **Governance-Modell** konkretisiert die Entscheidungswege und
|
||||
Beauftragungslogiken, die in den Kanälen und Beziehungen angedeutet
|
||||
werden.
|
||||
|
||||
- Das **Rollenmodell** spezifiziert, wer innerhalb der PM-Funktion für
|
||||
welche Elemente des Canvas verantwortlich ist.
|
||||
|
||||
- Die **RACI-Matrix** operationalisiert die Zusammenarbeit mit den
|
||||
Schlüsselpartnern.
|
||||
|
||||
Gemeinsam bilden diese Dokumente ein kohärentes Gesamtbild der
|
||||
Prozess-Management-Funktion im DIGIT -- aus verschiedenen, sich
|
||||
ergänzenden Perspektiven.
|
||||
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