digitom_cc/#03_stakeholder-management/readme_shm_governance-entscheidungs-log.yaml
2026-03-23 22:28:45 +01:00

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YAML
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# =============================================================================
# SHM GOVERNANCE-ENTSCHEIDUNGS-LOG
# =============================================================================
# Version: 1.8
# Datum: 2026-01-23
# Letzte Änderung: Bedarfsrouting SO-Klärung (GOV-SHM-029)
# Status: Final
# Quelle: Chat-Session SHM-Konzeptentwicklung
# =============================================================================
meta:
beschreibung: |
Dokumentation aller Governance-Entscheidungen, die während der
Entwicklung des SHM Stakeholder-Portfolio-Konzepts getroffen wurden.
kontext: |
Diese Entscheidungen wurden in der Chat-Session zur Phase 1
(Stakeholder-Portfolio-Modellierung) erarbeitet und bilden die
Grundlage für die MVP-Konzeption.
referenz_arbeitsdokumente:
- "[tmp]_shm_amtssteckbrief.yaml"
- "[tmp]_shm_stakeholder-segmentierung.yaml"
- "[tmp]_shm_stakeholder-priorisierung.yaml"
# =============================================================================
# ENTSCHEIDUNGEN: GRUNDSTRUKTUR
# =============================================================================
entscheidungen:
# ---------------------------------------------------------------------------
# PORTFOLIO-STRUKTUR
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-001
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio"
frage: |
Welche Grundstruktur hat das Stakeholder-Portfolio?
entscheidung: |
Drei-Ebenen-Modell:
1. Amts-Steckbrief (Datengrundlage pro Amt)
2. Segmentierung (Clustering nach zwei Dimensionen)
3. Priorisierung (Bewertung zur Betreuungsallokation)
begruendung: |
Das Portfolio muss drei Kernentscheidungen unterstützen:
- E1: Betreuungsallokation (Wer wird wie intensiv betreut?)
- E2: Bedarfsrouting (Wohin gehört dieser Bedarf?)
- E3: Governance-Zuordnung (Wer sitzt in welchem Gremium?)
Die drei Ebenen adressieren diese Entscheidungen systematisch.
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "Gesamtstruktur"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
# SEGMENTIERUNG
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-002
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Segmentierung"
frage: |
Nach welcher Logik werden Ämter segmentiert?
entscheidung: |
Zweidimensionale Segmentierung:
- Dimension 1: Funktion (organisatorische Rolle)
- Dimension 2: IT-Anforderungsprofil (Bedarfskomplexität)
Beide Dimensionen sind unabhängig. Jedes Amt erhält genau eine
Ausprägung pro Dimension (keine Mehrfachzuordnung/Tags).
begruendung: |
Die ursprüngliche Drei-Cluster-Logik (Querschnitt, Bürgerkontakt,
Technisch) vermischte verschiedene Dimensionen (Funktion, Arbeitsweise,
Anforderungsniveau). Die zweidimensionale Struktur trennt diese
sauber und ermöglicht differenziertere Zuordnung.
verworfene_alternativen:
- option: "Eindimensionale Cluster nach Bedarfsprofil"
grund: "Nicht trennscharf, viele Überlappungen"
- option: "Tagging statt exklusiver Zuordnung"
grund: "Erhöht Komplexität ohne klaren Mehrwert"
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "Segmentierung"
- dokument: "[tmp]_shm_stakeholder-segmentierung.yaml"
abschnitt: "grundkonzept"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-003
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Segmentierung"
frage: |
Welche Ausprägungen hat Dimension 1 (Funktion)?
entscheidung: |
Vier Ausprägungen mit Entscheidungsbaum-Logik:
1. Sondereinheit Eigenbetriebe, Stabsstellen, Projektgruppen
2. Querschnitt Verwaltungsinterne Unterstützungsfunktion
3. Bürgerservice Direkter Bürgerkontakt als Kernaufgabe
4. Fachamt Spezialisierte Fachaufgabe (Default)
Zuordnungslogik (erste zutreffende Kategorie gewinnt):
Sondereinheit → Querschnitt → Bürgerservice → Fachamt
begruendung: |
- "Sondereinheit" wurde ergänzt für Eigenbetriebe etc., die
organisatorisch anders strukturiert sind
- Entscheidungsbaum-Logik vermeidet Mehrdeutigkeiten
- "Fachamt" als Default fängt alle nicht anderweitig zuordenbaren Ämter
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "Segmentierung / Dimension 1"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-004
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Segmentierung"
frage: |
Welche Ausprägungen hat Dimension 2 (IT-Anforderungsprofil)?
entscheidung: |
Drei Ausprägungen (bedarfsorientiert, nicht nutzungsorientiert):
1. Basis Standardbedarf, Grundausstattung reicht aus
2. Erweitert Fachspezifische Bedarfe über Standard hinaus
3. Spezial Individuelle Bedarfe, die nur für dieses Amt gelten
Zuordnungslogik (Entscheidungsbaum):
1. Individuelle IT-Bedarfe nur für dieses Amt? → Spezial
2. Fachspezifische Bedarfe über Grundausstattung? → Erweitert
3. Sonst → Basis
begruendung: |
- Bedarfsorientiert (nicht nutzungsorientiert), um zukünftige
Bedarfe vorherzusagen, nicht nur Status quo abzubilden
- Terminologie harmonisiert mit SPM Service-Kategorien (siehe GOV-SHM-005)
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "Segmentierung / Dimension 2"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-005
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / SPM-Harmonisierung"
frage: |
Wie wird terminologische Konsistenz zwischen SHM und SPM hergestellt?
entscheidung: |
Harmonisierte Terminologie für IT-Profile (SHM) und Service-Kategorien (SPM):
| SHM IT-Profil | SPM Service-Kategorie |
|---------------|----------------------|
| Basis | A Basis-Services |
| Erweitert | B Erweiterte Services |
| Spezial | C Spezial-Services |
Erforderliche Änderung im SPM:
Kategorie B wird von "Modular-Services" zu "Erweiterte Services" umbenannt.
begruendung: |
- "Modular" beschreibt die Architektur des Services (zubuchbar)
- "Erweitert" beschreibt die Beziehung zum Basis-Level
- "Erweitert" funktioniert für beide Perspektiven (Service und Amt)
auswirkung_auf:
- dokument: "spm_practice_service-level-management.yaml"
abschnitt: "Service-Kategorien"
- dokument: "spm_practice_service-catalog-management.yaml"
abschnitt: "Kategorien-Logik"
- dokument: "spm_schema_service-definition.yaml"
abschnitt: "Enum-Werte"
status: draft # Umsetzung im SPM noch ausstehend
offene_fragen:
- "Governance-Entscheidung ins SPM-Log übertragen"
- "Templates anpassen"
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-006
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Segmentierung"
frage: |
Haben Sondereinheiten (Eigenbetriebe etc.) auch ein IT-Anforderungsprofil?
entscheidung: |
Ja. Sondereinheiten sind eine Funktionskategorie, keine Ausnahme
von der zweidimensionalen Logik. Sie werden wie alle anderen Ämter
in die Matrix (Funktion × IT-Profil) eingeordnet.
Beispiele:
- Eigenbetrieb Stadtentwässerung → Sondereinheit + Spezial
- Eigenbetrieb Theater → Sondereinheit + Basis
begruendung: |
Sondereinheiten sind organisatorisch anders, haben aber trotzdem
IT-Bedarfe, die für Betreuung und Governance relevant sind.
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "Matrix-Beschreibung"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
# PRIORISIERUNG
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-007
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Priorisierung"
frage: |
Nach welchen Dimensionen werden Stakeholder priorisiert?
entscheidung: |
Drei Dimensionen (binär bewertet):
1. Einfluss Kann das Amt DIGIT-relevante Entscheidungen beeinflussen?
Indikatoren: Entscheidungsbefugnis über IT-Budgets/Standards ODER
Multiplikator-Rolle durch Größe/Querschnittsfunktion
2. Abhängigkeit Steht das Amt ohne IT still?
Indikatoren: Kernprozesse IT-abhängig ODER externe Schnittstellen
setzen funktionierende IT voraus
3. Relevanz Ist das Amt gerade besonders wichtig für die Gesamtverwaltung?
Indikatoren: Hohe politische/öffentliche Sichtbarkeit ODER
Beteiligung an strategischen Projekten
begruendung: |
- Basiert auf SALI-Modell aus Workshop, aber angepasst:
- "Macht/Einfluss" → "Einfluss" (präzisiert)
- "Legitimität" → größtenteils durch Scope-Definition abgedeckt
- "Dringlichkeit" → aufgeteilt in "Abhängigkeit" und "Relevanz"
- Binäre Bewertung (ja/nein) für Nachvollziehbarkeit
- "Bedarfsvolumen" bewusst ausgeschlossen (ist Symptom, nicht Kriterium)
verworfene_alternativen:
- option: "SALI mit Legitimität"
grund: "Legitimität teilweise durch Scope-Definition abgedeckt"
- option: "Bedarfsvolumen als Dimension"
grund: "Ist Symptom, nicht strategisches Kriterium"
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "Priorisierung / Dimensionen"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-008
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Priorisierung"
frage: |
Wie werden die Priorisierungsdimensionen gewichtet?
entscheidung: |
Einfluss ist besonders gewichtet, da diese Ämter DIGIT direkt
beeinflussen können.
Gewichtung: Einfluss > Abhängigkeit = Relevanz
begruendung: |
Ämter mit Einfluss können Ressourcen, Standards und Entscheidungen
von DIGIT beeinflussen. Eine gute Beziehung zu diesen Ämtern ist
strategisch wichtiger als zu Ämtern, die "nur" abhängig sind.
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "Priorisierung / Kombinationslogik"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-009
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Priorisierung"
frage: |
Welche Prio-Stufen gibt es und wie ergeben sie sich aus den Dimensionen?
entscheidung: |
Vier Prio-Stufen mit folgender Kombinationslogik:
| Prio-Stufe | Kombination |
|------------|------------------------------------------|
| Key | Alle drei ODER Einfluss + eine weitere |
| Aktiv | Zwei (ohne Einfluss) ODER nur Einfluss |
| Standard | Eine (Abhängigkeit oder Relevanz) |
| Basis | Keine Dimension erfüllt |
Vollständige Kombinationstabelle:
| E | A | R | Prio-Stufe |
|---|---|---|------------|
| ✓ | ✓ | ✓ | Key |
| ✓ | ✓ | | Key |
| ✓ | | ✓ | Key |
| | ✓ | ✓ | Aktiv |
| ✓ | | | Aktiv |
| | ✓ | | Standard |
| | | ✓ | Standard |
| | | | Basis |
begruendung: |
- Vier Stufen sind ausreichend differenziert für ~40-50 Ämter
- Einfluss-Gewichtung spiegelt sich in Kombinationslogik wider
- Sieben Prio-Stufen (wie im SALI-Original) wären zu granular
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "Priorisierung / Kombinationslogik"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-010
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Priorisierung"
frage: |
Welcher Betreuungsmodus ergibt sich aus welcher Prio-Stufe?
entscheidung: |
| Prio-Stufe | Betreuungsmodus | Konkret |
|------------|---------------------|--------------------------------------------------|
| Key | Proaktiv/Dediziert | Turnusgespräche, dedizierter SM, aktive Bedarfserhebung |
| Aktiv | Regelmäßig | Advisory Board, anlassbezogene Gespräche |
| Standard | Eingebunden | Advisory Board, reaktiv bei Anfragen |
| Basis | Reaktiv | Nur bei eingehenden Anfragen |
begruendung: |
Abstufung der Betreuungsintensität entsprechend der Ressourcenverfügbarkeit
und strategischen Bedeutung. Key-Stakeholder erhalten dedizierte Betreuung,
andere werden über Cluster-Formate (Advisory Boards) eingebunden.
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "Priorisierung / Betreuungsmodus"
- dokument: "shm_engagement-framework.yaml"
abschnitt: "Betreuungskonzepte (noch zu entwickeln)"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-011
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Priorisierung"
frage: |
Gibt es eine Obergrenze für die Anzahl Key-Stakeholder?
entscheidung: |
Nein. Im ersten Schritt wird ohne Cap modelliert.
begruendung: |
- Die Kombinationslogik führt organisch zu einer begrenzten Anzahl
- Ein künstliches Cap könnte relevante Stakeholder ausschließen
- Nach empirischer Validierung kann ggf. nachjustiert werden
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "Priorisierung"
status: final
offene_fragen:
- "Nach empirischer Validierung prüfen, ob Anzahl Key-Stakeholder handhabbar ist"
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-012
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Priorisierung"
frage: |
Wie oft wird die Priorisierung überprüft?
entscheidung: |
Die Priorisierung wird periodisch im Rahmen der Koordinations- und
Steuerungsstruktur überprüft (E2-Standard und E2-Erweitert Review-Zyklen).
Insbesondere die Dimension "Relevanz" kann sich ändern (politische
Themen kommen und gehen) und erfordert regelmäßige Aktualisierung.
begruendung: |
- Einfluss und Abhängigkeit sind relativ stabil
- Relevanz ist dynamisch (politische Themen, strategische Projekte)
- Integration in bestehenden Review-Prozess vermeidet Zusatzaufwand
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_portfolio-review.yaml"
abschnitt: "Review-Aktivitäten (noch zu entwickeln)"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
# AMTS-STECKBRIEF
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-013
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Amts-Steckbrief"
frage: |
Wer ist der primäre Ansprechpartner für SLA-Befugnis?
entscheidung: |
Analog zur SPM-Logik (P-02 SLM):
- Primär: Amtsleitung
- Alternativ: Delegierte Person mit dokumentierter Entscheidungsbefugnis
Die Delegation muss dokumentiert sein.
begruendung: |
Konsistenz mit SPM-Governance. SLA-Partner müssen Entscheidungsbefugnis
haben, nicht nur operative Ansprechpartner sein.
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "Amts-Steckbrief / Stammdaten"
referenz:
- dokument: "spm_practice_service-level-management.yaml"
entscheidung: "GOV-005"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-014
datum: 2025-12-03
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Amts-Steckbrief"
frage: |
Welche Organisationseinheiten sind im Scope des Stakeholder-Portfolios?
entscheidung: |
Alle Einheiten im Dezernatsverteilungsplan:
- Ämter
- Eigenbetriebe
- Referate
- Stabsstellen
- Projektgruppen
begruendung: |
Breiter Scope sichert vollständige Abdeckung. Die Segmentierung
(insbesondere "Sondereinheit") ermöglicht differenzierte Behandlung.
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "Scope"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-015
datum: 2025-12-09
quelle_modul: "SHM Engagement-Framework (Phase 2)"
frage: |
Sollen die SHM-Advisory-Boards und die SLM-Kundenvertretungen
als separate Gremien geführt werden?
entscheidung: |
Nein. Die Formate werden zu einem integrierten "Kundenforum"-Konzept
konsolidiert:
1. Kundenforum Basisservices (für Kat. A):
- Vereint SLA-Review (SLM) und Beziehungspflege/Bedarfssammlung (SHM)
- Frequenz: Jährlich (Pilotierungs-Vorbehalt)
- Gemeinsame Moderation: Service Owner + Stakeholder-Manager
- Zusammensetzung: Pflichtvertreter (Querschnittsämter) + Rotation
2. Kundenforum [Service] (für Kat. B):
- Primär SLA-Review, SHM-Beteiligung optional
- Frequenz: Jährlich
- Leitung: Service Owner
3. Bilaterale Formate (für Kat. C und Key-Stakeholder):
- Kombination aus SLA-Themen und strategischen Themen
- SO und SHM nach Bedarf gemeinsam oder getrennt
begruendung: |
- Vermeidung von Gremien-Redundanz (gleiche Teilnehmer, ähnliche Themen)
- Ressourceneffizienz (weniger Termine für Ämter und DIGIT)
- Stärkung der "One DIGIT"-Wahrnehmung
- Natürliche Integration von Service-Qualität und Beziehungsqualität
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_engagement-framework.yaml"
abschnitt: "kollektive_formate"
- dokument: "spm_practice_service-level-management.yaml"
abschnitt: "kundenvertretung, slm_09"
status: "final"
offene_punkte:
- "Konkrete Besetzung Pflichtvertreter (Abstimmung mit Verwaltung)"
- "Frequenz-Validierung in Pilotierung"
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-016
datum: 2025-12-09
quelle_modul: "Bedarfsbewertung (Phase 3)"
frage: |
Beeinflusst die Stakeholder-Priorität das Routing?
entscheidung: |
Nein. Das Routing basiert ausschließlich auf der Sachfrage
"Was ist der Bedarf?". Die Stakeholder-Priorität beeinflusst
die Bearbeitungsgeschwindigkeit, nicht das Ziel.
begruendung: |
Routing muss sachlogisch nachvollziehbar sein. Ein Demand bleibt
ein Demand, unabhängig davon, wer ihn einreicht.
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_bedarfsbewertung.yaml"
abschnitt: "stakeholder_kontext"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-017
datum: 2025-12-09
quelle_modul: "Bedarfsbewertung (Phase 3)"
frage: |
Welche Kriterien triggern eine Routing-Klärung?
entscheidung: |
Die Unsicherheit des Stakeholder-Managers reicht als Kriterium.
Es gibt keine quantitativen Schwellenwerte.
begruendung: |
Objektivierte Kriterien würden zu Schein-Objektivität führen.
Der Stakeholder-Manager ist qualifiziert, Unsicherheit zu
erkennen und angemessen zu eskalieren.
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_bedarfsbewertung.yaml"
abschnitt: "dsr_routing_klaerung"
status: final
nachtrag:
datum: "2025-12-17"
aenderung: |
Demand-Routing erfolgt direkt an DPM (nicht über DSR).
Siehe GOV-SOR-001: Demand-Routing geht direkt an DPM. DSR nur für Portfolio-Governance.
referenz: "GOV-SOR-001"
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-018
datum: 2025-12-09
quelle_modul: "Bedarfsbewertung (Phase 3)"
frage: |
Prüft SHM die Service-Kategorie (A/B/C) bei der Bewertung?
entscheidung: |
Nein. Die Service-Kategorie ist informativ (aus Amts-Steckbrief),
aber nicht entscheidungsrelevant für das Routing.
begruendung: |
Die konkrete Service-Kategorie-Zuordnung ist Aufgabe von SPM/SO.
SHM prüft nur: "Ist der Bedarf katalog-abbildbar?"
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_bedarfsbewertung.yaml"
abschnitt: "abgrenzung"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-019
datum: 2025-12-09
quelle_modul: "Bedarfsbewertung (Phase 3)"
frage: |
Ist eine Aufwandsschätzung routing-relevant?
entscheidung: |
Nein. Die Aufwandsschätzung im Bedarfssteckbrief ist informativ
für den Empfänger, aber nicht entscheidungsrelevant für das Routing.
begruendung: |
Die Frage "Was ist es?" ist unabhängig von "Wie groß ist es?".
Ein kleiner Demand bleibt ein Demand.
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_bedarfsbewertung.yaml"
abschnitt: "funktionale_herleitung"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-020
datum: 2025-12-09
quelle_modul: "Bedarfsbewertung (Phase 3) / Bedarfssteckbrief-Schema"
frage: |
Welche Pflichtfelder gelten für welchen Routing-Pfad?
entscheidung: |
Die Validierungsanforderungen im Bedarfssteckbrief variieren je nach
Routing-Ziel:
1. ROUTE-REQ: Kein Steckbrief erforderlich
2. ROUTE-SPM: Reduzierter Steckbrief (Basisdaten, Bedarfsbeschreibung,
Service-Katalog-Prüfung). Keine Stakeholder-Freigabe erforderlich.
3. ROUTE-DPM: Demand geht direkt an DPM. Reduzierter Steckbrief +
SHM-Einschätzung. Keine DSR-Bestätigung für Demands nötig.
4. ROUTE-DPM: Vollständiger Steckbrief inkl. User Stories, Abhängigkeiten,
Größeneinschätzung. Stakeholder-Freigabe erforderlich (Quality Gate 1).
Die Validierungsregel VAL-BED-004 wird entsprechend präzisiert.
begruendung: |
Nicht jeder Routing-Pfad erfordert den gleichen Dokumentationsaufwand.
SPM-Changes können mit reduziertem Steckbrief erfolgen.
Nur DPM-Übergaben erfordern die formale Stakeholder-Freigabe, da hier
das Quality Gate 1 des Demand-to-Product-Prozesses greift.
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_schema_bedarfssteckbrief.yaml"
abschnitt: "validierungsprofile, validierung.regeln.VAL-BED-004"
- dokument: "shm_bedarfsbewertung.yaml"
abschnitt: "routing_pfade"
status: final
nachtrag:
datum: "2025-12-17"
aenderung: |
ROUTE-DSR wurde zu ROUTE-DPM geändert (Demand direkt an DPM).
Demand-Routing erfolgt direkt an DPM. DSR nur Portfolio-Governance.
referenz: "GOV-SOR-001"
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-021
datum: 2025-12-09
quelle_modul: "D2P-Integration (Phase 4)"
frage: |
Hat SHM Einwand-Recht beim Demand-Routing?
entscheidung: |
SHM bringt Perspektive bilateral ein. DPM nimmt Demands direkt entgegen.
Dies ergibt sich bereits aus der bestehenden DSR-Geschäftsordnung.
begruendung: |
SHM vertritt die Stakeholder-Perspektive ("Kundenanwalt").
Ein Demand, der gegen fundamentale Stakeholder-Interessen verstößt,
sollte nicht ohne SHM-Zustimmung freigegeben werden.
Die DSR-GO regelt bereits:
- SHM ist stimmberechtigtes Mitglied (Abschnitt 3.1)
- Konsent-Prinzip gilt für alle Mitglieder (Abschnitt 5.1)
- Bei Einwand muss einwendende Rolle Alternative einbringen
Ein separater Patch ist nicht erforderlich diese Governance-
Entscheidung dokumentiert die Interpretation der bestehenden Regelung.
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_d2p-integration.yaml"
abschnitt: "shm_rolle_dsr.einwand_recht"
typ: "Klarstellung"
status: final
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: GOV-SHM-022
datum: 2025-12-09
quelle_modul: "D2P-Integration (Phase 4)"
frage: |
Welche Rolle hat SHM bei Demand-Ablehnung durch DSR/MB?
entscheidung: |
Differenziert nach Stakeholder-Priorität:
- Key-Stakeholder & Aktiv: Vermittlungsfunktion
- Standard & Basis: Kommunikationsfunktion
begruendung: |
Ressourcenallokation entsprechend Betreuungsmodus. Bei Key/Aktiv
besteht höheres Risiko für Beziehungsschäden, daher intensivere
Begleitung.
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_d2p-integration.yaml"
abschnitt: "shm_rolle_bei_ablehnung"
status: final
# ===========================================================================
# PHASE 5: KOORDINATIONS- UND STEUERUNGSSTRUKTUR
# ===========================================================================
- id: "GOV-SHM-023"
datum: "2025-12-10"
quelle_modul: "Koordinations- und Steuerungsstruktur (Phase 5)"
urspruengliche_id: "GOV-KSS-001"
frage: |
Soll die SHM-Steuerung auf Prozess-Indikatoren (Aktivitäten) oder
Ergebnis-Indikatoren (Wirkung) fokussieren?
optionen:
- option: "A"
beschreibung: "Fokus auf Prozess-Indikatoren"
beispiele:
- "Anzahl durchgeführter Turnus-Gespräche"
- "Anzahl Routing-Entscheidungen"
- "Durchlaufzeit Bedarfssteckbrief"
- option: "B"
beschreibung: "Fokus auf Ergebnis-Indikatoren"
beispiele:
- "Beziehungsqualität im Portfolio"
- "VoC-Cluster-Status"
- "Stakeholder-Wahrnehmung"
- option: "C"
beschreibung: "Beides gleichwertig"
entscheidung: "Option B Fokus auf Ergebnis-Indikatoren"
begruendung: |
SHM ist eine beziehungsorientierte Funktion. Der Erfolg bemisst sich
nicht daran, wie viele Gespräche geführt wurden, sondern ob die
Stakeholder-Beziehungen gut sind und die Bedarfe erkannt werden.
Prozess-Indikatoren können als operative Selbstvergewisserung dienen,
sind aber nicht Gegenstand des formalen Reviews.
Diese Entscheidung ist konsistent mit PRIN-03 ("Lernen vor Messen")
und dem Verwaltungskontext, in dem qualitative Einschätzungen
anschlussfähiger sind als quantifizierte Aktivitäts-KPIs.
konsequenzen:
- "Primäre Indikatoren: Beziehungsqualität, VoC-Cluster-Ampeln, Highlights"
- "Sekundäre Indikatoren (nicht berichtet): Gesprächsquoten, Routing-Statistik"
- "Review-Templates enthalten narrative Einschätzungen, keine Prozess-Metriken-Tabellen"
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_koordinations-und-steuerungsstruktur.yaml"
abschnitt: "review_formate"
status: "final"
- id: "GOV-SHM-024"
datum: "2025-12-10"
quelle_modul: "Koordinations- und Steuerungsstruktur (Phase 5)"
urspruengliche_id: "GOV-KSS-002"
frage: |
Wie grenzen sich SHM-Reporting und SPM-Reporting voneinander ab,
um Redundanz und Widersprüche zu vermeiden?
kontext: |
Beide Funktionen berichten über Aspekte der Kundenbeziehung:
- SPM/SLM: Service-Qualität, SLA-Erfüllung, Kundenzufriedenheit mit Services
- SHM: Beziehungsqualität, Bedarfserfüllung, strategische Passung
entscheidung: |
Klare Verantwortungstrennung nach Gegenstand:
SHM verantwortet:
- Beziehungsqualität (D1)
- Bedarfserfüllung (D3)
- Strategische Passung (D4)
- Aggregierte Stakeholder-Sicht (Portfolio-Perspektive)
SPM verantwortet:
- Service-Qualität (D2)
- SLA-Erfüllung
- Einzelne Service-Performance (Service-Perspektive)
Gemeinsame Verantwortung:
- Kundenforum (integriertes Format)
- Eskalationen, die beide Bereiche betreffen
begruendung: |
Die Trennung folgt der funktionalen Logik: SHM betreut Stakeholder,
SPM betreut Services. Die Stakeholder-Zufriedenheit mit Services (D2)
ist für SHM Kontext-Information, aber nicht Berichtsgegenstand.
Diese Trennung vermeidet Doppel-Reporting, widersprüchliche Bewertungen
und unklare Verantwortlichkeiten.
konsequenzen:
- "SHM-Review enthält keine SLA-Metriken"
- "SPM-Review enthält keine Beziehungsbewertung"
- "VoC-Dimension D2 wird als Kontext erfasst und an SPM weitergeleitet"
- "Integriertes Reporting für Mission Board nur bei Bedarf (anlassbezogen)"
schnittstellenregelung:
- schnittstelle: "VoC-Feedback zu D2"
von: "SHM"
an: "SPM / Service Owner"
- schnittstelle: "Service-Performance-Daten"
von: "SPM"
an: "SHM (Leserecht)"
- schnittstelle: "Kundenforum"
verantwortung: "Gemeinsam SHM + SPM"
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_koordinations-und-steuerungsstruktur.yaml"
abschnitt: "review_formate, voc_dimensionen"
- dokument: "spm_practice_service-level-management.yaml"
abschnitt: "slm_09"
status: "final"
# ===========================================================================
# PHASE 6: ROLLENBESCHREIBUNGEN
# ===========================================================================
- id: "GOV-SHM-025"
datum: "2025-12-10"
quelle_modul: "Rollenbeschreibungen (Phase 6)"
frage: |
Ist die Leitung SHM Mitglied im Mission Board?
optionen:
- option: "A"
beschreibung: "Nein SHM bringt sich nur über DSR ein"
- option: "B"
beschreibung: "Ja Leitung SHM ist vollwertiges MB-Mitglied"
- option: "C"
beschreibung: "Teilweise Beobachterstatus ohne Stimmrecht"
entscheidung: "Option B Leitung SHM ist vollwertiges MB-Mitglied"
begruendung: |
Die Stakeholder-Perspektive muss auf strategisch-taktischer Ebene
direkt vertreten sein. Während die operative DSR-Arbeit bei den
Stakeholder-Manager:innen liegt, braucht das MB eine Person, die:
- den Gesamt-Überblick über das Stakeholder-Portfolio hat
- strategische Stakeholder-Themen einbringen kann
- Entscheidungsauswirkungen auf Stakeholder bewerten kann
Dies differenziert die Aussage aus GOV-SHM-022 / Phase 4:
"SHM ist kein ständiges MB-Mitglied" bezog sich auf die operative
Rolle (Stakeholder-Manager:in), nicht auf die Leitungsrolle.
Die Entscheidung reflektiert die organisatorische Realität:
Die Leitung SHM ist Abteilungsleitung und damit auf der gleichen
Hierarchieebene wie andere MB-Mitglieder (z.B. AL Planung für DPM).
konsequenzen:
- "Leitung SHM nimmt regelmäßig an MB-Sitzungen teil"
- "Stakeholder-Manager:in bringt sich weiterhin über DSR ein"
- "shm_d2p-integration.yaml Abschnitt MB-Rolle wird präzisiert"
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_rollen.yaml"
abschnitt: "leitung_shm.gremienrollen"
- dokument: "shm_d2p-integration.yaml"
abschnitt: "shm_rolle_mission_board"
aenderung: "Präzisierung: Differenzierung nach Rolle"
status: "final"
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: "GOV-SHM-026"
datum: "2025-12-17"
quelle_modul: "SOR-Geschäftsordnung / SHM-Patch"
frage: |
Wie erfolgt Demand-Routing?
entscheidung: |
Demands gehen direkt an DPM. Changes werden in der SOR bestätigt.
Der bisherige Routing-Pfad "ROUTE-SOR" wird zu "ROUTE-DSR" geändert.
Betroffene Dokumente wurden entsprechend gepatcht (siehe PATCH-SOR-001,
PATCH-SOR-002 in spm_sor-geschaeftsordnung.yaml).
begruendung: |
In der DSR sind alle relevanten Perspektiven vertreten (SHM, DPM, SPM).
Die Routing-Frage "Ist das ein Service-Change oder ein Demand?" ist
ihrem Wesen nach eine Demand-Einordnungsfrage und gehört daher in
die DSR.
Die SOR konzentriert sich auf Service-Portfolio-Governance
(Go-Live, Review, Major Changes).
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_governance-framework.yaml"
aenderung: "ROUTE-SOR → ROUTE-DSR, sor_eskalation → dsr_routing_klaerung"
- dokument: "shm_bedarfsbewertung.yaml"
aenderung: "ROUTE-SOR → ROUTE-DSR in routing_pfade und prozessablauf"
- dokument: "shm_schema_bedarfssteckbrief.yaml"
aenderung: "Validierungsprofil ROUTE-SOR → ROUTE-DSR"
- dokument: "shm_raci.yaml"
aenderung: "Aktivitäten GA-05, GA-06, BR-05, BR-06 angepasst"
- dokument: "demand-lifecycle-blueprint_phase-1.yaml"
aenderung: "routing_optionen ROUTE-SOR → ROUTE-DSR"
querverweise:
- "GOV-SOR-001 (SOR-Geschäftsordnung)"
- "GOV-SHM-017 (Routing-Klärungskriterium - Nachtrag)"
- "GOV-SHM-020 (Validierungsprofile - Nachtrag)"
status: "final"
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: "GOV-SHM-027"
datum: "2026-01-23"
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Funktionszuordnung"
frage: |
Wie wird bei Ämtern mit hybriden Funktionscharakteristika die
Funktionszuordnung vorgenommen?
kontext: |
Manche Ämter (z.B. Stadtkämmerei) weisen Charakteristika mehrerer
Funktionskategorien auf. Die bisherige Zuordnungslogik sah nur eine
Primärfunktion vor, ohne Verfahren für Hybridfälle.
entscheidung: |
Einführung einer Primär-/Sekundärfunktionslogik:
1. Primärfunktion (steuernd):
- Wird durch Entscheidungsbaum bestimmt (Dominanzprinzip)
- Bestimmt Bedarfsrouting und Governance-Zuordnung
- Pflichtfeld im Amts-Steckbrief
2. Sekundärfunktion (informierend):
- Optionale zweite Funktionscharakteristik
- Dokumentiert Kontext für differenzierte Betrachtung
- Begründungspflicht bei Vergabe
Steuerungsprinzip: "Primärfunktion steuert, Sekundärfunktion informiert."
begruendung: |
- Kundenwunsch: Transparenz über hybride Funktionscharakteristika
- Praktischer Nutzen bei Bedarfsrouting (Bedarfe können eher zur
Sekundärfunktion passen)
- Governance-Relevanz (optionale Einbindung in Gremien der
Sekundärkategorie)
- Keine Verkomplizierung der Steuerungslogik (Primärfunktion bleibt
maßgeblich)
konsequenzen:
- "Neues Attribut 'sekundaerfunktion' im Amts-Steckbrief-Schema"
- "Erweiterter Entscheidungsbaum mit Entscheidungshilfe bei Mehrdeutigkeit"
- "Dokumentationspflicht bei Sekundärfunktionsvergabe"
- "Neue Validierungsregeln (VAL-007, VAL-008)"
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "dimension_1_funktion.zuordnungslogik"
aenderung: "Erweiterung um Primär-/Sekundärlogik"
- dokument: "shm_schema_amtssteckbrief.yaml"
abschnitt: "segmentierung.attribute"
aenderung: "Neues Attribut sekundaerfunktion, Umbenennung funktion"
status: "final"
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: "GOV-SHM-028"
datum: "2026-01-23"
quelle_modul: "Stakeholder-Portfolio / Betreuungsstatus"
frage: |
Wie wird dokumentiert, ob eine Zusammenarbeit mit einem Amt
überhaupt möglich ist unabhängig von dessen Wichtigkeit?
kontext: |
Die Priorisierungsdimensionen (Einfluss, Abhängigkeit, Relevanz)
beantworten die Frage "Wie wichtig ist das Amt?", nicht aber
"Können wir mit dem Amt zusammenarbeiten?".
Beispiele für eingeschränkte Zusammenarbeit:
- Feuerwehr: Getrennte IT-Systeme, keine DIGIT-Betreuung
- Amt X: Schwierige Beziehung, Zugang erschwert
Diese Ämter sollen im Portfolio dokumentiert bleiben (Vollständigkeit),
aber die Betreuungslogik muss die Realität abbilden.
entscheidung: |
Einführung eines neuen Attributs "Betreuungsstatus" in den Stammdaten
(nicht in der Priorisierung):
1. Drei Ausprägungen:
- AKTIV: Zusammenarbeit möglich, normale Priorisierung greift
- EINGESCHRÄNKT: Zusammenarbeit nur punktuell möglich
- RUHEND: Aktuell keine Zusammenarbeit möglich
2. Begründungspflicht bei EINGESCHRÄNKT und RUHEND (min. 30 Zeichen)
3. Deckelungslogik bei EINGESCHRÄNKT:
- Individueller maximaler Betreuungsmodus wird festgelegt
- Effektiver Modus = MIN(aus Prio-Stufe, max. Betreuungsmodus)
4. Bei RUHEND:
- Automatisch "Keine aktive Betreuung"
- Priorisierung wird trotzdem erfasst (für Reaktivierung)
5. Entscheidungsbefugnis: Leitung SHM
6. Review: Im Portfolio-Review (E2-Standard/Erweitert) wird geprüft,
ob Status noch aktuell ist
begruendung: |
- Priorisierung bleibt sauber (nur Wichtigkeit, nicht Machbarkeit)
- Vollständigkeit des Portfolios bleibt erhalten
- Transparente Dokumentation der Zusammenarbeitssituation
- Flexibilität bei Statusänderungen (einfache Umstellung)
- Reporting kann nach Status filtern ("aktiv betreute Ämter" vs.
"Gesamtportfolio")
- Individuelle Deckelung statt mechanischer Reduktion, da
Einschränkungsgründe sehr unterschiedlich sein können
ableitungslogik: |
Effektiver Betreuungsmodus:
WENN status == "RUHEND":
effektiver_modus = "KEINE_AKTIVE_BETREUUNG"
WENN status == "EINGESCHRAENKT":
abgeleiteter_modus = aus_prio_stufe(prio_stufe)
effektiver_modus = MIN(abgeleiteter_modus, max_betreuungsmodus)
WENN status == "AKTIV":
effektiver_modus = aus_prio_stufe(prio_stufe)
konsequenzen:
- "Neues Attribut 'betreuungsstatus' im Amts-Steckbrief-Schema (Stammdaten)"
- "Neues abgeleitetes Attribut 'effektiver_betreuungsmodus'"
- "Neue Validierungsregeln VAL-009, VAL-010, VAL-011"
- "Erweiterung des Betreuungsmodus-Enums um 'KEINE_AKTIVE_BETREUUNG'"
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_schema_amtssteckbrief.yaml"
abschnitt: "stammdaten.attribute"
aenderung: "Neues Attribut betreuungsstatus"
- dokument: "shm_schema_amtssteckbrief.yaml"
abschnitt: "priorisierung.attribute"
aenderung: "Neues abgeleitetes Attribut effektiver_betreuungsmodus"
- dokument: "shm_stakeholder-portfolio.yaml"
abschnitt: "ebene_1_amtssteckbrief"
aenderung: "Erläuterung des Betreuungsstatus-Konzepts"
status: "final"
# ---------------------------------------------------------------------------
- id: "GOV-SHM-029"
datum: "2026-03-04"
quelle_modul: "SHM-Bedarfsbewertung / Bedarfsrouting"
frage: |
Wie wird ein Bedarf geroutet, wenn SHM nach der Bedarfsbewertung unsicher
ist, ob es sich um einen bestehenden Service (RUN/Change) oder einen
neuen Demand handelt? Wer trifft die Routing-Entscheidung?
kontext: |
Bisherige Regelung (GOV-SHM-026): Unklare Bedarfe wurden über ROUTE-DSR
an das DSR-Gremium (DPM, SHM, SPM, PPM) weitergeleitet. Dort wurde
kollektiv entschieden, ob ein Bedarf als RUN/Change oder Demand einzustufen ist.
Workshop-Ergebnis vom 04.03.2026: Die bilaterale Klärung mit dem
Service Owner ist schneller, fachlich näher am Thema und entlastet
das DSR-Gremium von operativen Routing-Klärungen.
Drei Varianten wurden im Vorfeld evaluiert:
- Variante A: DSR-First (bisherige Regelung)
- Variante B: SOR-First (ursprünglicher Blueprint)
- Variante C: Hybrid mit Service-Owner als Entscheidungsträger
Die Workshop-Entscheidung entspricht Variante C mit dem Service Owner
als zentralem Entscheidungsträger.
entscheidung: |
Ablösung von ROUTE-DSR durch ROUTE-SO (Service-Owner-Klärung):
1. Neuer Routing-Pfad ROUTE-SO mit zwei Pfaden:
Pfad A — Service Owner identifizierbar:
SHM prüft Service-Portfolio → SO identifiziert →
SHM kontaktiert SO bilateral → SO gibt Routing-Empfehlung ab:
- RUN/Change → formelle Bestätigung durch SOR (Vorsitz SPM)
- Demand → formelle Bestätigung durch DSR (Vorsitz DPM)
Pfad B — Kein Service Owner identifizierbar:
SHM kontaktiert SPM → SPM hilft bei Service-Identifikation →
SO wird einbezogen → SO gibt Routing-Empfehlung ab (wie Pfad A)
Fallback: Kein Service identifizierbar → automatisch Demand → DPM
2. Neuer Status "in_so_klaerung" ersetzt "bereit_fuer_dsr"
3. Eskalation:
- Stufe 1: Leitung SHM / SPM bei Uneinigkeit
- Stufe 2: Mission Board bei DPM-Ablehnung
4. DSR behält Governance-Rolle (Portfolio-Steuerung, Priorisierung),
verliert aber die operative Routing-Klärungsfunktion
5. GOV-SOR-001 wird angepasst: SOR bestätigt formal RUN/Change-Routing-Empfehlungen
des Service Owners (nicht mehr DSR-Routing-Klärungen)
begruendung: |
- Schnellere Klärung durch bilateralen Prozess statt Gremium
- Service Owner hat fachliche Nähe und Entscheidungskompetenz
- DSR-Gremium wird von operativen Einzelfall-Klärungen entlastet
- SPM als Fallback gewährleistet Vollständigkeit der Portfolio-Abdeckung
- Klare Eskalationskette bis zum Mission Board
- Konsistent mit ITIL4-Prinzip der dezentralen Entscheidungsfindung
- Workshop-Konsens aller Beteiligten (SHM, SPM, DPM)
konsequenzen:
- "ROUTE-DSR wird durch ROUTE-SO ersetzt (alle Routing-Pfade)"
- "Neuer Status 'in_so_klaerung' im Bedarfssteckbrief-Schema"
- "Service Owner gibt Routing-Empfehlung ab (keine endgültige Entscheidung)"
- "Formelle Bestätigung durch Gremien: SOR (Vorsitz SPM) für Changes, DSR (Vorsitz DPM) für Demands"
- "Weiterbearbeitung erfolgt 'als ob' bereits entschieden, während auf formelle Bestätigung im nächsten Takt gewartet wird"
- "DSR-Rolle reduziert auf Portfolio-Governance (keine Einzelfall-Klärungen)"
- "GOV-SOR-001 inhaltlich angepasst (SOR empfängt SO-Empfehlungen zur formellen Bestätigung)"
- "Anpassung in 13 YAML-Dateien über SHM, SPM, DPM"
auswirkung_auf:
- dokument: "shm_bedarfsbewertung.yaml"
abschnitt: "routing_pfade, entscheidungsbaum, so_routing_klaerung"
aenderung: "Komplett-Überarbeitung: ROUTE-DSR → ROUTE-SO mit Pfad A/B"
- dokument: "shm_governance-framework.yaml"
abschnitt: "routing_pfade, eskalation"
aenderung: "ROUTE-DSR → ROUTE-SO, Eskalationspfade aktualisiert"
- dokument: "shm_raci.yaml"
abschnitt: "bedarfsrouting-aktivitaeten"
aenderung: "SO als Accountable für Routing-Entscheidung, DSR-Rolle reduziert"
- dokument: "shm_schema_bedarfssteckbrief.yaml"
abschnitt: "status_enum, validierung"
aenderung: "bereit_fuer_dsr → in_so_klaerung"
- dokument: "demand-lifecycle-blueprint_phase-1.yaml"
abschnitt: "phase_1_schritt_1_7"
aenderung: "ROUTE-DSR Routing-Option → ROUTE-SO"
- dokument: "spm_sor_go.yaml"
abschnitt: "GOV-SOR-001, aufgaben"
aenderung: "SOR empfängt SO-Entscheidungen statt DSR-Routing-Klärungen"
- dokument: "spm_governance_framework.yaml"
abschnitt: "GOV-SOR-001 Referenz"
aenderung: "Beschreibungstext aktualisiert"
- dokument: "rolle_service-portfolio-manager.yaml"
abschnitt: "routing-klaerung, dsr-beteiligung"
aenderung: "Referenzen auf SO-basiertes Routing aktualisiert"
- dokument: "spm_funktionsbeschreibung.yaml"
abschnitt: "dsr_gremium Governance"
aenderung: "Referenz auf GOV-SOR-001 aktualisiert"
- dokument: "spm_practice_change-enablement.yaml"
abschnitt: "bei_dissens"
aenderung: "Referenz auf GOV-SOR-001 aktualisiert"
- dokument: "shm_interne-bedarfe-routing.yaml"
abschnitt: "routing-optionen"
aenderung: "ROUTE-DSR → ROUTE-SO"
- dokument: "spec_shm-dokumentation.yaml"
abschnitt: "routing-referenzen"
aenderung: "ROUTE-DSR → ROUTE-SO"
status: "final"
# =============================================================================
# OFFENE PUNKTE
# =============================================================================
offene_punkte:
- id: "OPEN-GOV-001"
thema: "SPM-Terminologie-Umsetzung"
beschreibung: |
Die Entscheidung GOV-SHM-005 (Modular → Erweitert) muss im SPM
umgesetzt und als Governance-Entscheidung dort dokumentiert werden.
prioritaet: "mittel"
status: "erledigt"
erledigt_am: "2025-12-03"
- id: "OPEN-GOV-002"
thema: "Empirische Validierung"
beschreibung: |
Die Segmentierungs- und Priorisierungslogik muss gegen den
vollständigen Dezernatsverteilungsplan validiert werden.
prioritaet: "hoch"
status: "erledigt"
erledigt_am: "2025-12-03"
anmerkung: "Validierung durchgeführt (verprobt)"
- id: "OPEN-GOV-003"
thema: "ITIL4-Referenz dokumentieren"
beschreibung: |
Abgleich des Portfolio-Konzepts mit ITIL4 Relationship Management
Practice sollte dokumentiert werden.
prioritaet: "niedrig"
status: "gestrichen"
begruendung: "Nicht erforderlich für MVP"
# =============================================================================
# ÄNDERUNGSHISTORIE
# =============================================================================
aenderungshistorie:
- version: "0.1"
datum: "2025-12-03"
autor: "Chat-Session SHM-Konzeptentwicklung"
aenderung: "Initiale Erstellung mit 14 Governance-Entscheidungen"
- version: "1.0"
datum: "2025-12-03"
autor: "DIGITOM-Projekt"
aenderung: "Phase 1 abgeschlossen, offene Punkte aktualisiert, Status auf Final"
- version: "1.1"
datum: "2025-12-09"
autor: "DIGITOM-Projekt"
aenderung: "Phase 3 (Bedarfsbewertung) Governance-Entscheidungen ergänzt (GOV-SHM-016 bis GOV-SHM-019)"
- version: "1.2"
datum: "2025-12-09"
autor: "DIGITOM-Projekt"
aenderung: "Phase 4 (D2P-Integration) Governance-Entscheidungen ergänzt (GOV-SHM-021, GOV-SHM-022)"
- version: "1.3"
datum: "2025-12-10"
autor: "DIGITOM-Projekt"
aenderung: "Phase 5 (Koordinations- und Steuerungsstruktur) Governance-Entscheidungen ergänzt (GOV-SHM-023, GOV-SHM-024)"
- version: "1.4"
datum: "2025-12-10"
autor: "DIGITOM-Projekt"
aenderung: "Phase 6 (Rollenbeschreibungen) Governance-Entscheidung ergänzt (GOV-SHM-025: MB-Mitgliedschaft Leitung SHM)"
- version: "1.5"
datum: "2025-12-10"
autor: "DIGITOM-Projekt"
aenderung: |
Phase 7 (Governance-Framework + RACI) abgeschlossen:
- shm_governance-framework.yaml erstellt (Konsolidierung GOV-SHM-001 bis GOV-SHM-025)
- shm_raci.yaml erstellt (54 Aktivitäten in 6 Bereichen)
- Governance-Prinzipien GP-SHM-01 bis GP-SHM-05 definiert
- Entscheidungsmatrix mit 20 Entscheidungsgegenständen
- Eskalationslogik mit 5 Pfaden dokumentiert
- version: "1.6"
datum: "2025-12-17"
autor: "DIGITOM-Projekt"
aenderung: |
Patch ROUTE-SOR → ROUTE-DSR (GOV-SHM-026):
- Routing-Klärungen werden nun in der DSR behandelt (nicht SOR)
- Betroffene Dateien: shm_governance-framework.yaml, shm_bedarfsbewertung.yaml,
shm_schema_bedarfssteckbrief.yaml, shm_raci.yaml, demand-lifecycle-blueprint_phase-1.yaml
- Nachträge zu GOV-SHM-017 und GOV-SHM-020 hinzugefügt
- Neue Governance-Entscheidung GOV-SHM-026 dokumentiert
- Referenz: GOV-SOR-001 (SOR-Geschäftsordnung)
- version: "1.7"
datum: "2026-01-23"
autor: "DIGITOM-Projekt"
aenderung: |
Primär-/Sekundärfunktionslogik (GOV-SHM-027):
- Erweiterung der Funktionszuordnung für Ämter mit hybriden Charakteristika
- Strukturierter Entscheidungsbaum für Primärfunktionsbestimmung
- Verfahren zur Sekundärfunktionsbestimmung mit Vergabekriterien
- Neues Attribut 'sekundaerfunktion' im Amts-Steckbrief-Schema
- Neue Validierungsregeln VAL-007, VAL-008
- Steuerungsprinzip: "Primärfunktion steuert, Sekundärfunktion informiert"
- version: "1.8"
datum: "2026-01-23"
autor: "DIGITOM-Projekt"
aenderung: |
Betreuungsstatus-Konzept (GOV-SHM-028):
- Neues Attribut 'betreuungsstatus' in Stammdaten (nicht Priorisierung)
- Drei Ausprägungen: AKTIV, EINGESCHRÄNKT, RUHEND
- Begründungspflicht bei EINGESCHRÄNKT und RUHEND
- Deckelungslogik für effektiven Betreuungsmodus bei EINGESCHRÄNKT
- Neuer Betreuungsmodus 'KEINE_AKTIVE_BETREUUNG' für RUHEND
- Entscheidungsbefugnis bei Leitung SHM
- Review im Portfolio-Review (E2-Standard/Erweitert)
- version: "1.9"
datum: "2026-03-04"
autor: "DIGITOM-Projekt"
aenderung: |
Bedarfsrouting SO-Klärung (GOV-SHM-029):
- ROUTE-DSR durch ROUTE-SO (Service-Owner-Klärung) abgelöst
- SO gibt Routing-Empfehlung ab (keine endgültige Entscheidung)
- Bilaterale Klärung mit Service Owner, formelle Bestätigung durch SOR (Changes) bzw. DSR (Demands)
- Pfad A (SO identifizierbar) und Pfad B (SPM hilft bei Identifikation)
- Neuer Status 'in_so_klaerung' ersetzt 'bereit_fuer_dsr'
- Weiterbearbeitung erfolgt 'als ob' bereits entschieden, Bestätigung im nächsten Takt
- GOV-SOR-001 angepasst (SOR bestätigt formal SO-Routing-Empfehlungen)
- Anpassungen in 13 YAML-Dateien über SHM, SPM, DPM
- Workshop-Entscheidung vom 04.03.2026