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Karten
Alle bedruckten Spielkarten. Layout im Freiburg-digital-Look (rot/weiß, Wappen-Logo) analog zur bestehenden Action Card.
Kartenformate
| Kartentyp | Format | Hinweis |
|---|---|---|
| Action Cards | 60 × 90 mm | liegen flach an der aktuellen Station; werden separat selbst produziert |
| Störungskarten | 60 × 90 mm | gleiches Format, anderer Akzent |
Keine Gate-Beschreibungskarten mehr: Gate-Nr/Keeper/Pfade/Artefakte führen App + Gate-Puck-Etikett (
G1/G2/G3), siehe §4. Auch der frühere Action-Stein ist entfallen — die Action Card liegt einfach flach an der aktuellen Station.
1. Action Cards (Szenario-Deck)
Triggern eine Lifecycle-Runde. Aufbau: Banner „ACTION CARD" · Icon · Titel · Szenariotext · Leitfrage · Logo. Beispiel (vorhanden):
Strategiewechsel — „Das Ticketsystem muss kurzfristig an die neue Servicestrategie der Stadt angepasst werden. Was passiert an welchen Stellen?"
Weitere Szenario-Vorschläge:
- Neues Fachverfahren — ein neuer Service soll von Grund auf entstehen (voller Build-Pfad).
- Standardsoftware-Rollout — Konfiguration statt Entwicklung (Gate-1-Pfad „Konfiguration").
- Major Incident — wiederkehrende Störung eskaliert (Support→Problem→Review).
- Außerbetriebnahme — ein Altservice soll abgelöst werden (Pfad Richtung rv_06).
- Sicherheits-Update — kurzfristige Änderung im Betrieb mit Re-Transition.
2. Störungskarten (Ereignis-Deck)
Gegenstück zu Action Cards: werfen den Service in die Operation↔Support-Schleife oder über ein Gate zurück. Beispiele:
- Incident-Welle → Support-Schleife sp_03–sp_08.
- Strukturelles Problem → sp_09/sp_10 + Problem Manager.
- Sicherheitsvorfall → Re-Transition (zurück über Gate).
- Budgetkürzung → Review-Entscheidung erzwungen.
- Lieferant fällt aus → Build/Support verzögert.
3. Artefakte A1–A15 (in der App gesammelt)
Erzeugt eine Aktivität ein Artefakt, wird es in der App bestimmt (Auswahl im
Artefakt-Schritt, „nochmal" bis richtig) und in die digitale Service-Akte
aufgenommen — keine physischen Artefaktkarten mehr. Im Blueprint tauchen ~20
Artefakt-Bezeichnungen auf; für das Spiel sind sie zu 15 Kern-Artefakten (A1–A15)
konsolidiert (Spalte „fasst zusammen"). Diese Tabelle ist die Referenz/Datengrundlage
der App; ausführliche Inhalte je Artefakt in artefaktkarten_gamma.md.
| # | Artefakt | Phase | entsteht bei | fasst zusammen / Notiz |
|---|---|---|---|---|
| A1 | Projektauftrag | Eingang (DPM) | → ds_01 | „Freigegebener Demand" aus dem Demand-Lifecycle |
| A2 | Service-Definition | Design | ds_01 | zentrales Artefakt; im Review fortgeschrieben (service_review) |
| A3 | Service Design Document | Design | ds_02 | Architektur- & Lösungsdesign (das WIE) |
| A4 | Implementation Blueprint | Design | ds_03 | organisatorischer Einführungsplan |
| A5 | Gate-/SOR-Vorlage | Transition | tr_01, tr_09, tr_11 | Gate-Anträge inkl. Transition-Steckbrief (Gate 2) |
| A6 | Betriebsdokumentation | Transition/Operation | tr_06, op_02 | Service Operation Manual + Betriebshandbuch + Betriebsrichtlinien + Standard Changes + Known Errors |
| A7 | Test-Report | Transition | tr_07 | Testprotokolle & Freigaben |
| A8 | Aktivierter Service | Transition → Operation | tr_12 (Go-Live) | Aufnahme ins Portfolio, Katalog-Eintrag aktiv |
| A9 | Service-Qualitätsbericht | Operation | op_06 | inkl. Monitoring-/Betriebsdaten & Alerts (op_05) |
| A10 | Incident Record | Support | sp_05–sp_08 | inkl. Request Record (sp_04/sp_07) |
| A11 | Problem Record | Support | sp_09 / sp_10 (aktual. sp_11) | einziges im Blueprint formal definierte Artefakt |
| A12 | Workaround | Support | sp_11 | wird in die Wissensdatenbank eingetragen |
| A13 | Wissensdatenbank-Eintrag | Support | sp_02 | Known Errors / FAQ / Standardlösungen |
| A14 | Service-Review-Bericht | Review | rv_02 / rv_03 | „Service Performance & Improvement Review" (4-Dimensionen-Ampel) |
| A15 | DPM-Rücklauf | Review → DPM | rv_05 / rv_06 | Variante A: Neuer Demand (Redesign) · Variante B: Retirement-Plan / Decommissioning-Auftrag |
Ergebnis-Hinweis: Die Review-Entscheidung erzeugt entweder eine Verbesserungsmaßnahme (rv_04, fließt zurück in die Operation — kein eigener Akte-Eintrag nötig) oder den DPM-Rücklauf (A15).
Konsolidierungs-Logik (für die A1–A15-Datengrundlage):
- A6 bündelt die ganze „Betriebs-/Support-Doku"-Familie (Manual, Handbuch, Richtlinien, Standard Changes, Known Errors) auf einen Eintrag.
- A9 deckt die laufenden Betriebsdaten (Monitoring/Alerts) mit ab — Live-Daten sind kein eigener Eintrag.
- A10 trägt Incident und Request Record (gleicher Abschluss-Workflow).
- A15 ist ein Eintrag mit zwei Varianten (Redesign / Retirement).
Hinweis Datenqualität: Nur der Problem Record ist in den YAMLs als
artefakte:-Objekt mit Inhalten/Verantwortung spezifiziert. Für eine saubere, generierbare App-Datengrundlage sollten A1–A15 analog alsartefakte:-Block in denservice-lifecycle_*.yamldefiniert werden (Single Source of Truth).
3a. Service-Akte (App-Element)
Die Service-Akte ist vollständig digital in der Companion-App abgebildet — kein gedrucktes Tableau, keine Pappkarten.
Mechanik
- Erzeugen: Im Artefakt-Schritt einer Aktivität wählen die Teilnehmenden, welches Artefakt entsteht (Choice, „nochmal" bis richtig) → es wandert in die Akte.
- Vorbefüllt: Beim Einstieg mitten im Lebenszyklus (z. B. Normal Change an Gate 1) liegen die zuvor entstandenen Artefakte bereits in der Akte.
- Sichtbar: Das Panel „📁 Akte" zeigt A1–A15 nach Phase, gesammelt vs. offen.
- Lebende Artefakte (A2 Service-Definition, A11 Problem Record, A13 Wissensdatenbank) werden mehrfach befüllt/aktualisiert.
Harte Gate-Kopplung: Ein Gate gibt die Entscheidung erst frei, wenn die geforderten Artefakte in der Akte liegen (siehe §4) — sonst Hinweis „🔒 Es fehlt: …". Das macht Artefakte zum echten Spielelement (analog zu den Pflicht-Figuren am Gate-Puck).
Debrief: Am Ende ist die gefüllte Akte das sichtbare Ergebnis: „Das hat der Service über seinen Lebenszyklus an Dokumentation/Artefakten produziert."
4. Gate-Anforderungen (App-geführt, keine physische Karte)
Es gibt keine Gate-Beschreibungskarte mehr. Gate-Nummer, Gate-Keeper,
Pflicht-Rollen, Entscheidungspfade — und die erforderlichen Artefakte — führt die
App; am Tisch markiert der rote Gate-Puck (Etikett G1/G2/G3 + Icon) die
Position. Das Gate „öffnet" nur, wenn die erforderlichen Artefakte in der digitalen
Akte gesammelt sind (App-Prüfung, vgl. §3a) und die Pflicht-Figuren am Gate-Puck stehen.
| Gate | Keeper | Erforderliche Artefakte | Pfade |
|---|---|---|---|
| Gate 1 (tr_01) | SOR | A2 Service-Definition · A3 SDD · A4 Implementation Blueprint | Entwicklung (tr_02) / Konfiguration (tr_05) |
| Gate 2 (tr_09) | SO | A6 Betriebsdokumentation · A7 Test-Report | Go / Go mit Auflagen / Zurück / Ablehnung |
| Gate 3 (tr_12) | SOR | A6 (final) · A7 · A2 mit SLA/SLO → erzeugt A8 Aktivierter Service | Go-Live / mit Auflagen / Zurück / Ablehnung |
Bezug zum Blueprint: Gate 1 prüft „Design-Vollständigkeit" (SDD vorhanden), Gate 2 die „Übergabe-Vollständigkeit", Gate 3 die „Betriebsreife" — die Artefakt-Bedingung bildet genau diese Prüf-Dimensionen physisch ab.
Druck-Pipeline (Hinweis)
Karteninhalte lassen sich aus den service-lifecycle_*.yaml und spm_rollen.yaml
generieren (eine Quelle, kein Doppeln). Empfehlung: ein Template (HTML→PDF im
Freiburg-Layout), das die YAML-Felder einsetzt — analog zur bestehenden
Action-Card-Gestaltung. Umsetzung offen / späterer Schritt.