init: DIGITOM Kernkonzept YAML-Dateien (initialer Import)

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# KONZEPTRAHMEN: PROZESS-MANAGEMENT (PM)
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# Version: 1.0
# Datum: 2026-02-05
# Status: Draft - Konvertiert aus Word-Dokumentation
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meta:
typ: "konzeptrahmen"
funktion_id: "pm"
funktion_name: "Prozess-Management"
version: "1.0"
gueltig_ab: "2026-02-05"
geltungsbereich: "DIGITOM / Prozess-Management"
status:
inhaltlich_abgenommen_durch: ["PM-Teammitglied"]
status: "draft"
quellen:
- "#01 - Prozess-Management: Konzeptrahmen und Dokumentationsarchitektur.docx"
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# 1. DIE HERAUSFORDERUNG
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herausforderung:
titel: "Zwischen Standardisierung und Befähigung"
beschreibung: |
Moderne Verwaltungsorganisationen stehen vor einem fundamentalen Dilemma:
Sie müssen gleichzeitig Stabilität gewährleisten und Agilität ermöglichen.
Im Kontext des DIGITOM manifestiert sich diese Spannung besonders deutlich
in der Frage, wie Prozesse gestaltet und gesteuert werden sollen.
problemstellung: |
Die traditionelle Antwort - zentrale Vorgaben und strikte Kontrolle -
greift in einer komplexen, vernetzten Organisation zu kurz. Gleichzeitig
führt völlige Dezentralisierung zu Wildwuchs und Ineffizienz.
ansatz: |
Die Prozess-Management-Funktion des DIGITOM navigiert bewusst in diesem
Spannungsfeld.
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# 2. DIE LÖSUNG
# =============================================================================
loesung:
titel: "Eine mehrdimensionale Organisationsarchitektur"
beschreibung: |
Statt einer monolithischen Struktur wurde für das Prozess-Management
eine vielschichtige Architektur entwickelt. Diese erlaubt es, verschiedene
organisationale Bedürfnisse gleichzeitig zu adressieren.
spannungsfelder:
- dimension_1: "Strategische Steuerung"
dimension_2: "Operative Flexibilität"
- dimension_1: "Methodische Standards"
dimension_2: "Fachliche Autonomie"
- dimension_1: "Zentrale Kompetenz"
dimension_2: "Dezentrale Befähigung"
prinzip: |
Diese scheinbaren Widersprüche werden nicht aufgelöst, sondern produktiv
genutzt. Aus diesem Spannungsfeld entsteht Antrieb für eine ständige
Verbesserung.
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# 3. DOKUMENTATIONSARCHITEKTUR
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dokumentationsarchitektur:
titel: "Fünf Perspektiven, ein System"
beschreibung: |
Die Komplexität dieser Organisationsform spiegelt sich in der bewusst
gewählten Dokumentationsstruktur wider. Jedes Dokument beleuchtet das
Gesamtsystem aus einer spezifischen Perspektive und erfüllt einen eigenen Zweck.
dokumente:
- id: "DOK-1"
name: "Funktionsbeschreibung"
untertitel: "Legitimation und Mandat"
kernfrage: "Was darf und soll die PM-Funktion?"
beschreibung: |
Schafft die formale Grundlage. Definiert den Verantwortungsbereich,
grenzt Zuständigkeiten ab und legitimiert das Handeln der PM-Funktion
innerhalb der Gesamtorganisation.
metapher: "Die 'Verfassung' der Funktion - ihre grundlegenden Rechte und Pflichten"
pfad: "#05_prozessmanagement/#05.1_funktion/pm_funktionsbeschreibung.yaml"
- id: "DOK-2"
name: "Leistungs-Canvas"
untertitel: "Der Nutzennachweis"
kernfrage: "Welchen konkreten Mehrwert schafft die PM-Funktion?"
beschreibung: |
Zeigt, was tatsächlich geleistet wird. Nimmt konsequent die Perspektive
der Nutzer:innen ein und macht sichtbar, wie aus Aktivitäten konkreter
Nutzen entsteht.
format: "Canvas-Format ermöglicht ganzheitliche Betrachtung aller relevanten Elemente"
pfad: "#05_prozessmanagement/#05.3_konzepte/pm_leistungs-canvas.yaml"
- id: "DOK-3"
name: "Rollenmodell"
untertitel: "Die Arbeitsorganisation"
kernfrage: "Wer trägt welche Verantwortung?"
beschreibung: |
Elf differenzierte Rollen ermöglichen es, verschiedene Aspekte der
PM-Arbeit klar zu verteilen. Von der strategischen Führung über
methodische Expertise bis zur operativen Beratung.
mehrwert: "Verhindert Interessenskonflikte und schafft Klarheit in der Zusammenarbeit"
pfad: "#05_prozessmanagement/#05.4_rollen/pm_rollenmodell.yaml"
- id: "DOK-4"
name: "Governance-Modell"
untertitel: "Die Spielregeln"
kernfrage: "Wie werden Entscheidungen getroffen?"
beschreibung: |
Governance bedeutet hier nicht Kontrolle, sondern Befähigung. Definiert
differenzierte Entscheidungswege für verschiedene Leistungstypen.
design: "Eskalationspfade sind klar definiert, aber so gestaltet, dass sie nur bei echtem Bedarf genutzt werden"
pfad: "#05_prozessmanagement/#05.2_governance/pm_governance-framework.yaml"
- id: "DOK-5"
name: "RACI-Matrix"
untertitel: "Das Navigationsinstrument"
kernfrage: "Wer ist wofür konkret zuständig?"
beschreibung: |
Als verdichtete Übersicht macht die Matrix Verantwortlichkeiten auf
einen Blick sichtbar. Dient als praktisches Nachschlagewerk im
Arbeitsalltag.
mehrwert: "Verhindert Zuständigkeitskonflikte durch klare Rollenzuweisungen"
pfad: "#05_prozessmanagement/#05.2_governance/pm_raci.yaml"
# =============================================================================
# 4. SYSTEMISCHE ZUSAMMENHÄNGE
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systemische_zusammenhaenge:
beschreibung: |
Die fünf Dokumente stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern bilden
ein integriertes System. Jedes Element verstärkt und ergänzt die anderen.
Gemeinsam schaffen sie ein robustes, aber flexibles Organisationsdesign.
verknuepfungen:
- von: "Funktionsbeschreibung"
zu: "Leistungs-Canvas"
beziehung: "legitimiert die beschriebenen Leistungen"
- von: "Rollenmodell"
zu: "Leistungserbringung"
beziehung: "operationalisiert durch klare Verantwortlichkeiten"
- von: "Governance-Modell"
zu: "Rollen"
beziehung: "regelt, wie diese zusammenarbeiten und Entscheidungen treffen"
- von: "RACI-Matrix"
zu: "Zusammenarbeit"
beziehung: "macht transparent und nachvollziehbar"
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# 5. NAVIGATIONSHINWEISE
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navigationshinweise:
beschreibung: |
Je nach Rolle und Erkenntnisinteresse bieten sich unterschiedliche
Einstiegspunkte in die Dokumentation.
zielgruppen:
- zielgruppe: "Führungskräfte und Entscheidungsträger:innen"
einstieg: "Governance-Modell"
zweck: "Entscheidungswege und Steuerungsmechanismen verstehen"
dann: "Leistungs-Canvas für den strategischen Nutzen"
- zielgruppe: "Operative Teams und Fachbereiche"
einstieg: "Leistungs-Canvas"
zweck: "Verfügbare Services und Zugangswege erkunden"
dann: "RACI-Matrix zeigt konkrete Ansprechpersonen"
- zielgruppe: "Neue Mitarbeitende der PM-Funktion"
einstieg: "Funktionsbeschreibung"
zweck: "Grundlegendes Verständnis aufbauen"
dann: "Rollenmodell für die eigene Verortung im Team"
- zielgruppe: "Projektleitungen"
einstieg: "Governance-Modell (Abschnitt projektzentrierte Prozessgestaltung)"
zweck: "PM-Integration in Projekten verstehen"
dann: "RACI-Matrix für konkrete Abstimmungswege"
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# 6. DIE ZENTRALE BALANCE
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zentrale_balance:
titel: "Standardisierung ermöglichen, Autonomie bewahren"
beschreibung: |
Das Prozess-Management im DIGITOM verfolgt keine totale Harmonisierung.
Stattdessen schafft es einen verbindlichen Rahmen, innerhalb dessen
fachliche Vielfalt möglich bleibt.
dimensionen:
- dimension_1: "Methodische Standards"
dimension_2: "Fachliche Freiheit"
- dimension_1: "Zentrale Governance"
dimension_2: "Dezentrale Ausführung"
- dimension_1: "Verbindliche Frameworks"
dimension_2: "Situative Anpassung"
leitsatz: |
Die Kunst liegt darin, genug Struktur für Effizienz zu schaffen,
ohne die notwendige Flexibilität zu ersticken.
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# 7. AUSBLICK
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ausblick:
titel: "Ein lernendes System"
beschreibung: |
Die hier dokumentierte Organisationsform ist kein statisches Konstrukt.
Sie ist darauf angelegt, sich weiterzuentwickeln - durch Feedback aus
der Praxis, veränderte Rahmenbedingungen und neue Erkenntnisse.
anpassungsfaehigkeit: |
Die mehrdimensionale Dokumentation ermöglicht gezielte Anpassungen:
Einzelne Elemente können weiterentwickelt werden, ohne das Gesamtsystem
zu destabilisieren.
vision: |
So entsteht eine Organisation, die gleichzeitig stabil und adaptiv ist -
genau das, was moderne Verwaltung braucht.
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# ÄNDERUNGSHISTORIE
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aenderungshistorie:
- version: "1.0"
datum: "2026-02-05"
aenderung: |
Initiale Erstellung durch Konvertierung aus Word-Dokument.
Quelle: #01 - Prozess-Management: Konzeptrahmen und Dokumentationsarchitektur.docx
Inhalte:
- Herausforderung: Standardisierung vs. Befähigung
- Lösung: Mehrdimensionale Organisationsarchitektur
- Dokumentationsarchitektur (5 Dokumente)
- Systemische Zusammenhänge
- Navigationshinweise nach Zielgruppen
- Zentrale Balance
- Ausblick: Lernendes System
autor: "DIGITOM-Projekt"