digitom_cc/#05_prozessmanagement/docs/pm_governance-modell.md
2026-04-11 21:57:43 +00:00

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18 KiB
Markdown

# **Prozess-Management: Governance-Modell**
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## **1. Governance-Philosophie und Grundprinzipien**
Das Prozess-Management-Governance-Framework folgt dem Prinzip der
**\"Befähigungs- Governance\"** - es soll befähigen und unterstützen,
nicht kontrollieren und bremsen. Gleichzeitig muss es sich nahtlos in
die bestehende DIGITOM-Governance-Architektur integrieren und klare
Verantwortlichkeiten sowie Entscheidungswege schaffen.
### **Leitprinzipien der PM-Governance**
**Subsidiarität**: Entscheidungen werden auf der niedrigstmöglichen
Ebene getroffen, die kompetent und legitimiert ist. Operative
Prozess-Beratung braucht keine Gremien-Freigabe, strategische
Prozess-Managment-Framework-Änderungen schon.
**Proportionalität**: Der Governance-Aufwand muss dem Risiko und der
Tragweite einer Entscheidung angemessen sein. Eine Template-Anpassung
braucht weniger Governance als eine komplette Framework-Transformation.
**Integration**: PM-Governance ergänzt die bestehende
DIGITOM-Governance, ersetzt sie nicht. Vision Board, Mission Board und
Demand & Stakeholder Runde (DSR) bleiben die primären Steuerungsgremien.
**Transparenz**: Alle Governance-Entscheidungen und ihre Begründungen
müssen nachvollziehbar dokumentiert und kommuniziert werden.
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##
## **2. Interne PM-Governance**
### **2.1 Framework-Änderungs-Governance**
Die Governance für Framework-Änderungen folgt einem dreistufigen Modell,
das die Komplexität und Tragweite der Änderungen berücksichtigt.
#### **2.1.1 Kategorie A: Operative Anpassungen**
**Definition**: Kleinere Verbesserungen, Klarstellungen oder
Ergänzungen, die die Framework-Grundlogik nicht verändern.
**Beispiele**: Template-Updates, Methodenbeschreibungs-Präzisierungen,
Tool-Konfigurationsanpassungen, FAQ-Ergänzungen.
**Entscheidungsweg**:
1. Die Prozess-Framework-Manager\*in trifft die Entscheidung
eigenständig nach fachlicher Prüfung und Dokumentation.
2. Das Prozess-Management-Team gibt die formale Freigabe.
3. Die Leite\*rin Prozess-Management wird zeitnah informiert.
4. Betroffene Process Owner und Key-User werden über reguläre
Kommunikationskanäle benachrichtigt.
**Implementierung**:
- Kann sofort umgesetzt werden.
- Änderungen werden im Framework-Changelog dokumentiert.
#### **2.1.2 Kategorie B: Taktische Erweiterungen**
**Definition**: Bedeutendere Änderungen, die neue Elemente einführen
oder bestehende erweitern, aber die
Prozess-Management-Framework-Architektur beibehalten.
**Beispiele**: Neue Prozess-Kategorien, zusätzliche
PM-Governance-Elemente, erweiterte KPI-Systematiken, neue
Qualifizierungsmodule.
**Entscheidungsweg**:
1. Die Prozess-Framework-Manager\*in entwickelt den Vorschlag.
2. Das Prozess-Management-Team gibt die formale Freigabe.
3. Betroffene Process Owner werden konsultiert und können Einwände oder
Verbesserungsvorschläge einbringen.
4. Das Mission Board wird über die Änderung informiert und kann
Feedback geben.
**Implementierung**:
- Erfordert Vorlaufzeit für Stakeholder-Abstimmung und Kommunikation.
- Implementierung erfolgt zu definierten Stichtagen für Planbarkeit.
#### **2.1.3 Kategorie C: Strategische Transformationen**
**Definition**: Fundamentale Änderungen der Framework-Philosophie oder
-Architektur, die das Operating Model betreffen.
**Beispiele**: Wechsel der Grundmethodik, komplette Neudefinition der
PM-Governance-Struktur, Integration neuer strategischer Anforderungen.
**Entscheidungsweg**:
1. Die Prozess-Framework-Manager\*in erarbeitet Konzept mit
Stakeholder-Analyse und Impact-Assessment.
2. Die Leiter\*in Prozess-Management koordiniert umfassende
Abstimmungsrunde mit allen betroffenen Bereichen.
3. Das Mission Board führt Vorbewertung durch und gibt Empfehlung ab.
4. Das Vision Board trifft die finale Entscheidung nach Präsentation
des Konzepts.
**Implementierung**:
- Erfordert längere Vorlaufzeit mit detailliertem Change
Management-Plan.
- Implementierung erfolgt als formales Transformationsprojekt mit
entsprechendem Projektmanagement.
### **2.2 Interne Ressourcen- und Prioritäts-Governance**
#### **2.2.1 Kapazitätsallokation**
Die Leiter\*in Prozess-Management verteilt die verfügbaren
PM-Kapazitäten nach folgender Prioritätslogik:
- Prio 1: Strategische Leistungen mit Vision Board-Freigabe
- Prio 2: Projekt Leistungen mit Mission Board-Freigabe
- Prio 3: Compliance-kritische Standard Leistungen
- Prio 4: Geplante Standard Leistungen aus Jahresplanung
- Prio 5: Ad-hoc Standard Leistungen nach Verfügbarkeit
#### **2.2.2 Interne Koordination**
**Wöchentliche PM-Team-Abstimmung**: Operative Koordination,
Ressourcenplanung, Problem-Eskalation.
**Monatliche Stakeholder-Runde**: Review mit Process Ownern,
Feedback-Sammlung, Planungsabstimmung.
**Regelmäßige Governance-Review**: Framework-Performance,
Governance-Optimierung, strategische Ausrichtung.
------------------------------------------------------------------------
##
## **3. Leistungs-Governance und Beauftragung**
### **3.1 Leistungs-Kategorien und Beauftragungslogik**
#### **3.1.1 Standard Leistungen**
**Definition**: Wiederkehrende, standardisierte PM-Unterstützung für
operative Bedarfe.
**Beispiele**: Prozess-Workshops in definierten Bereichen,
Einzelberatungen, PM-Framework-Schulungen, Prozess-Assessments,
Key-User-Support.
**Beauftragungsberechtigung**: Alle DIGITOM-Mitarbeitenden über
Ticketsystem oder direkte Anfrage.
**Entscheidungsweg**:
1. Anfragen werden von zuständiger PM-Rolle (meist Prozess-Berater\*in)
bewertet und nach Verfügbarkeit und Priorität bearbeitet.
2. Bei Ressourcenkonflikten entscheidet die Leiter\*in
Prozess-Management.
#### **3.1.2 Projekt Leistungen**
**Definition**: Umfangreichere, projektähnliche PM-Unterstützung, die
signifikante Ressourcen bindet.
**Beispiele**: Komplette Prozess-Neugestaltung, PM-Tool-Einführung,
bereichsspezifische PM-Framework-Entwicklung, umfassende
Prozess-Transformationen.
**Quantitative Abgrenzung (beispielhaft)**:
- Leistung über 10 Beratungstage oder
- Laufzeit über 4 Wochen.
**Qualitative Abgrenzung (beispielhaft)**:
- Leistung mit mehreren Fachbereichen/ Abteilungen,
- Framework-Implikationen oder
- strategischer Relevanz.
**Beauftragungsberechtigung**: **Fachbereichs-/ Abteilungsleitungen**,
**Projektleitungen**, **Gremien**.
**Entscheidungsweg**:
1. Antrag wird von Leiter\*in PM formuliert und in Mission Board
eingebracht.
2. Mission Board prüft strategische Passung, Ressourcen-Impact und
Priorisierung.
3. Bei Freigabe wird die Leistung als Projekt konfiguriert mit
entsprechendem Projektmanagement.
####
#### **3.1.3 Strategische Leistungen**
**Definition**: Strategische PM-Initiativen, die das Operating Model
weiterentwickeln oder transformieren.
**Beispiele**: Entwicklung neuer Governance-Strukturen, strategische
Prozess-Digitalisierung, organisationsweite Methodeneinführung,
Integration in Transformationsprojekte.
**Beauftragungsberechtigung**:
- Vision Board (proaktiv) oder
- Mission Board/Leiterin PM (als Vorschlag).
**Entscheidungsweg**:
1. Konzeptentwicklung durch PM-Team mit strategischer
Stakeholder-Analyse.
2. Vision Board-Präsentation mit Ressourcen-Impact, Zeitplan und
erwarteten Outcomes.
3. Bei Freigabe erfolgt Mandatierung als strategisches Projekt mit
entsprechender Governance.
#### **3.1.4 Krisen-Leistungen**
**Definition**: Dringende Prozess-Unterstützung bei akuten Problemen
oder Krisen.
**Beispiele**:
- Compliance-Verstöße mit Prozess-Bezug,
- schwerwiegende Prozess-Störungen,
- akute Konfliktmediation.
**Beauftragungsberechtigung**:
- Jede Abteilungsleitung bei akuten Problemen.
- Amtsleitung bei kritischen Situationen.
**Entscheidungsweg**:
1. Sofortige Bewertung und Klassifizierung durch Leiter:in PM
2. Ressourcen-Umschichtung nach Krisenlogik (andere Leistungen werden
pausiert)
3. Bildung eines Response-Teams aus relevanten PM-Rollen
4. Nachträgliche Information an Mission Board
5. Post-Crisis-Review zur Governance-Optimierung
###
###
###
### **3.2 Projektzentrierte Prozessgestaltung: Spezial-PM-Governance**
**3.2.1 Obligatorische PM-Framework-ComplianceJedes Projekt**, das
Prozesse neu gestaltet oder verändert, muss zwingend folgende
PM-Elemente berücksichtigen:
- **Key-User-Integration**: Key-User müssen konsultiert und in die
Prozessgestaltung eingebunden werden.
- **PM-Framework-konforme Dokumentation**: Neue Prozesse müssen nach
PM-Standards dokumentiert werden.
- **Process Owner-Koordination**: Bei Änderungen an bestehenden
Prozessen muss der zuständige Process Owner konsultiert werden.
- **Standardnotation**: Prozessmodellierung muss PM-Framework-konforme
Notation verwenden.
#### **3.2.2 Process Owner-Abnahme als Quality Gate**
Bei allen Projekten, die Prozesse verändern, die einem Process Owner
zugeordnet sind, muss dieser formale Abnahme-Verantwortung übernehmen.
Dies umfasst:
- **Fachliche Korrektheit**: Der Process Owner prüft die
End-to-End-Konsistenz des veränderten Prozesses.
- **Schnittstellen-Impact**: Bewertung der Auswirkungen auf vor- und
nachgelagerte Prozesse.
- **Implementierbarkeit**: Einschätzung der praktischen Umsetzbarkeit im
operativen Betrieb.
- **Process Owner** hat finales Veto-Recht bei inhaltlichen Aspekten
- Bei Veto: Verpflichtende Mediation durch PM-Leitung
- Eskalation ans Mission Board nur bei unlösbaren Konflikten -
Dokumentationspflicht für Veto-Gründe
#### **3.2.3 PM-Qualitätsprüfung als methodisches Quality Gate**
Für alle Projekte mit Prozess-Impact führt die PM-Funktion eine formale
Qualitätsprüfung durch:
- **PM-Framework-Compliance-Check**: Prüfung der Einhaltung aller
PM-Standards.
- **Cross-Process-Impact-Analysis**: Bewertung möglicher Seiteneffekte
auf andere Prozesse.
- **Tool-Kompatibilität**: Sicherstellung der Integration in bestehende
PM-Tools.
- **Dokumentations-Vollständigkeit**: Kontrolle der vollständigen und
korrekten Dokumentation.
Diese Prüfung erfolgt **vor Projektabschluss** und ist **Voraussetzung
für die finale Abnahme**.
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## **4. Externe Governance-Integration**
### **4.1 Integration in Vision Board-Governance**
#### **4.1.1 PM-relevante Vision Board-Entscheidungen**
Das Vision Board trifft strategische Entscheidungen mit PM-Relevanz:
- **PM-Strategische Ausrichtung**: Grundsätzliche Rolle und
Positionierung der PM-Funktion in DIGITOM.
- **Framework-Transformationen**: Freigabe strategischer
Framework-Änderungen (Kategorie C).
- **Strategische Leistungen**: Beauftragung und Priorisierung
strategischer PM-Initiativen.
- **PM-Ressourcen-Rahmen**: Grundsätzliche Kapazitäts- und
Budget-Entscheidungen für PM-Funktion.
#### **4.1.2 PM-Input für Vision Board**
Die Leiter\*in PM liefert **strategischen Input** für Vision
Board-Entscheidungen:
- **Prozesslandschafts-Assessment**: Jährliche Bewertung der
Prozess-Reife und strategischen Prozess-Herausforderungen.
- **Framework-Entwicklungsvorschläge**: Vorschläge für strategische
Framework-Weiterentwicklungen.
- **Organisationsreife-Einschätzung**: Assessment der PM-Kompetenz und
Change-Bereitschaft in DIGITOM.
### **4.2 Integration in Mission Board-Governance**
#### **4.2.1 PM-relevante Mission Board-Entscheidungen**
Das Mission Board fungiert als **taktische Steuerungsebene** für
PM-Leistungen:
- **Freigabe von Projekt-Leistungen**: Entscheidung über
ressourcenintensive PM-Unterstützung für Projekte.
- **Prioritäts-Konflikte**: Auflösung von Ressourcenkonflikten zwischen
verschiedenen PM-Anfragen.
- **Prozess-Governance-Eskalationen**: Entscheidung bei schwerwiegenden
Governance-Konflikten.
- **Jährliche PM-Leistungsplanung**: Freigabe des Jahresplans für
geplante PM-Leistungen.
####
#### **4.2.2 Mission Board-Reporting durch PM**
- **Regelmäßige Governance-Reports**: Performance der PM-Funktion,
Framework-Adoption, kritische Issues.
- **Ad-hoc Eskalations-Briefings**: Bei strategischen Problemen oder
Ressourcenengpässen.
- **Jährliche Leistungsplanung**: Vorstellung des geplanten
Leistungs-Portfolios für das Folgejahr.
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##
## **5. Verantwortungs- und Eskalationsarchitektur**
### **5.1 Primäre Verantwortlichkeiten**
#### **5.1.1 Leiter\*in Prozess-Management**
- **Strategische Verantwortung**: Ausrichtung der PM-Funktion an
DIGITOM-Zielen.
- **Ressourcen-Verantwortung**: Allokation von PM-Kapazitäten nach
strategischen Prioritäten.
- **Stakeholder-Verantwortung**: Management der Beziehungen zu Gremien
und Fachbereichen/ Abteilungen.
- **Eskalations-Verantwortung**: Entscheidung bei PM-internen Konflikten
und strategischen Issues.
- **Bei kritischen Ressourcenkonflikten**: Empfehlung ans Mission Board
mit Entscheidungsvorlage
- **Delegation von Entscheidungen nach oben bei**:
- Konflikten mit gesetzlichen vs. strategischen Prioritäten
- Grundsätzlichen Richtungsentscheidungen - Politisch sensiblen Themen
#### **5.1.2 Prozess-Framework-Manager\*in**
- **Framework-Verantwortung**: Qualität, Aktualität und Anwendbarkeit
des PM-Frameworks.
- **Standards-Verantwortung**: Definition und Pflege einheitlicher
PM-Standards.
- **Innovation-Verantwortung**: Integration neuer Tools, Methoden und
Best Practices.
#### **5.1.3 Prozesslandschafts-Koordinator\*in**
- **Governance-Verantwortung**: Überwachung der PM-Framework-Compliance
und Governance-Qualität.
- **Koordinations-Verantwortung**: Abstimmung zwischen verschiedenen
Process Ownern.
- **Reporting-Verantwortung**: Bereitstellung von
PM-Governance-Transparenz für Gremien
#### **5.1.4 Prozess-Berater:innen**
- **Leistungsverantwortung**: Qualität der direkten PM-Beratung und
-Unterstützung.
<!-- -->
- **Kundenverantwortung**: Zufriedenheit und Erfolg der betreuten
Fachbereiche/ Abteilungen.
#### **5.1.5 Key-User-Netzwerk-Manager\*in**
- **Community-Verantwortung**: Aufbau und Betreuung des dezentralen
PM-Netzwerks.
- **Befähigungs-Verantwortung**: Kompetenzentwicklung und
Selbsthilfe-Befähigung.
###
### **5.2 Eskalationswege und -trigger**
#### **5.2.1 Stufe 1: Operative Eskalation (binnen PM-Funktion)**
- **Trigger**: Ressourcenkonflikte, komplexe Beratungsfälle,
Methodenunklarheiten.
- **Eskalationsweg**: Beratende PM-Rolle → Leiterin PM.
- **Zeitrahmen**: **24-48 Stunden** für Entscheidung.
- **Outcomes**: Ressourcen-Umpriorisierung, methodische Klärung, interne
Lösungsfindung.
#### **5.2.2 Stufe 2: Taktische Eskalation (Mission Board)**
- **Trigger**: Strategische Ressourcenkonflikte, Framework-Widerstand,
prozessübergreifende Konflikte.
- **Eskalationsweg**: Leiterin PM → Mission Board (über reguläre
Sitzungen oder ad-hoc).
- **Zeitrahmen**: **1-2 Wochen** für Mission Board-Behandlung.
- **Outcomes**: Prioritäts-Neuordnung, Konfliktlösung, zusätzliche
Ressourcen-Freigabe.
Folgende Situationen erfordern eine verpflichtende Eskalation ans
Mission Board:
- Ressourcenkonflikte zwischen Projekten mit harten Deadlines
- Governance-Lücken, die nicht binnen 4 Wochen gelöst werden können
- Verweigerung der Zusammenarbeit durch Abteilungen
- Grundsätzliche Framework-Widerstände aus mehreren Bereichen
#### **5.2.3 Stufe 3: Strategische Eskalation (Vision Board)**
- **Trigger**: Grundsätzliche Framework-Konflikte, strategische
PM-Richtungsfragen, organisationsweite PM-Krisen.
- **Eskalationsweg**: Mission Board → Vision Board oder direkt durch
Leiterin PM bei Krisensituationen.
- **Zeitrahmen**: **2-4 Wochen** für strategische Entscheidung.
- **Outcomes**: Strategische Neuausrichtung,
Framework-Grundsatzentscheidungen, Organisationsänderungen.
#### **5.2.3 Governance-Lücken-Management**
Wenn die PLK eine Governance-Lücke im DIGIT/ DIGITOM identifiziert:
**Kurzfristig lösbar:**
- PLK informiert Prozessberater:in
- Prozessberater:in spricht mit verantwortlicher Person im Fachbereich/
Abteilungen
- Bei erfolgreicher Lösung: Dokumentation durch PLK, Monitoring der
Umsetzung
**Langfristig/strukturell:**
- PLK dokumentiert die Governance-Lücke
- Strukturierte Eskalation über LPM ans Mission Board
- Mission Board priorisiert und entscheidet über Maßnahmen
- PLK verfolgt initiierte Maßnahmen bis zur Schließung der Lücke nach
**Keine Kooperation des Fachbereichs/ Abteilung:**
- Direkte Eskalation ans Mission Board mit Hinweis auf Verweigerung
- Mission Board entscheidet über verbindliche Maßnahmen
### **5.3 Konfliktlösungs-Mechanismen**
#### **5.3.1 Framework-Widerstand**
- **Erste Stufe**: Prozess-Berater\*in führt Stakeholder-Dialog zur
Bedarfsklärung.
- **Zweite Stufe**: Prozesslandschafts-Koordinator\*in moderiert
Interessenausgleich.
- **Dritte Stufe**: Leiter\*in PM eskaliert an zuständiges Gremium für
autoritative Entscheidung.
#### **5.3.2 Ressourcen-Konkurrenz**
- **Dokumentation** aller konkurrierenden Anfragen mit Business Case und
Dringlichkeit.
- **Stakeholder-Konsultation** zur Interessenabwägung.
- **Entscheidung** durch Leiterin PM nach definierten
Prioritätskriterien.
- **Transparente Kommunikation** der Entscheidung und alternative
Lösungsoptionen.
#### **5.3.3 Compliance-Konflikte**
- **Sofortige Einbindung** relevanter Compliance-Funktionen (ISB,
Datenschutz, Qualitätsmanagement).
- **Gemeinsame Lösungsentwicklung** zwischen PM und
Compliance-Bereichen.
- **Eskalation** an Mission Board bei unauflösbaren Zielkonflikten.
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##
## **6. Jahresplanung und strategische Leistungs-Governance**
### **6.1 Strategische Leistungsplanung**
#### **6.1.1 Jahresplanungsprozess**
- **Q4 des Vorjahres**: Bedarfserhebung bei allen Stakeholdern und
strategische Priorisierung.
- **Dezember**: Entwurf des PM-Leistungsplans mit Ressourcenallokation
und Zeitplanung.
- **Januar**: Mission Board-Freigabe des Plans nach eventuellen
Anpassungen.
- **Februar**: Kommunikation und Abstimmung der geplanten Leistungen mit
Stakeholdern.
#### **6.1.2 Leistungs-Portfolio-Struktur (beispielhaft)**
- **40% Strategische Leistungen**: Vom Vision Board beauftragte
strategische Initiativen.
- **30% Projekt Leistungen**: Geplante projektbezogene PM-Unterstützung
nach Mission Board-Priorisierung.
- **20% Geplante Standard-Leistungen:** Regelmäßige Leistungen wie
Schulungen, Community-Events, Framework-Updates.
- **10% Krisen-Leistungen**